Ein Waldgebiet der Größe etwa vier kleiner Fußballfeldern ist in Nürnberg in Flammen aufgegangen. Ein Campingplatz und ein Open-Air-Konzert in der Nähe des Messegeländes seien vorsorglich geräumt worden. „Die Messe ist nicht in Gefahr“, sagte Polizeisprecher Michael Petzold.
Über Verletzte sei bisher nichts bekannt. Menschen sind nach seinem Kenntnisstand derzeit nicht in Gefahr. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Waldbrandgefahr ist in Franken wegen der Trockenheit groß.
Die brennende Fläche sei etwa 3.000 Quadratmeter groß, sagte Petzold und bezog sich auf Angaben eines Drohnenpiloten. Sollte der Wind ungünstig stehen, müsse man die Menschen in einem nahen Wohngebiet bitten, ihre Fenster geschlossen zu halten.
Die Feuerwehr ist nach Angaben der Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort, nachdem das Feuer gegen 21.45 Uhr gemeldet wurde. Das Gebiet liegt im Südosten der Stadt. „Außer Wald und einer alten Westernstadt gibt es hier nichts“, sagte der Sprecher.
Das Bayerische Rote Kreuz und die Feuerwehr kümmerten sich Petzold zufolge um etwa 20 bis 30 Menschen, die vorsorglich von dem Campingplatz in Sicherheit gebracht wurden.
Im sogenannten Stadionpark fand am Abend ein Konzert unter freiem Himmel statt, wie Petzold sagte. Während der Zugabe sei die Veranstaltung wegen des starken Rauchs abgebrochen worden, die Feiernden sollten nach Hause gehen. Wie viele Menschen das betraf, war zunächst unklar.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte vor starkem Rauch und Brandgeruch im Nürnberger Süden.
Das Nürnberger Messegelände ist ein großes Ausstellungs- und Veranstaltungsgelände, auf dem regelmäßig Messen, Kongresse und Fachveranstaltungen stattfinden. Es gehört zu den wichtigsten Messestandorten in Deutschland und zieht Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an. Für die zweitgrößte Stadt in Bayern hat das Messegelände deshalb eine große Bedeutung als Wirtschafts- und Standortfaktor.
Im vergangenen Jahr hatte bei Erlangen, gut 20 Kilometer nördlich von Nürnberg, ebenfalls ein Waldgebiet gebrannt. Es dauerte fast einen Monat, bis der Brand vollständig gelöscht war. Das Feuer war Ende April 2025 in dem Forst rund um einen ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen. Rund 40.000 Quadratmeter, verteilt auf mehrere Flächen, waren nach Angaben des Landratsamtes betroffen. Dieses rief zwischenzeitlich den Katastrophenfall aus. Neun Feuerwehrleute wurden leicht verletzt.
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