Triesdorf ist ein bedeutender Bildungsstandort in Mittelfranken und vor allem für seine starke Ausrichtung auf Landwirtschaft, Ernährung und Nachhaltigkeit bekannt. Für junge Menschen gibt es dort zahlreiche Möglichkeiten, sich hervorragend schulen und ausbilden zu lassen.
Triesdorf bietet mit seinen vielfältigen Bildungseinrichtungen optimale Voraussetzungen für eine fundierte, praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung. Der enge Bezug zur Landwirtschaft, moderne Lehrkonzepte und die besondere Atmosphäre des Campus machen den Standort einzigartig.
Mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Fachoberschule Triesdorf (FOS) und der Staatlichen Fachakademie für Landwirtschaft bietet der Ort ein breites und praxisnahes Bildungsangebot für unterschiedliche schulische und berufliche Wege.
Die grüne Hochschule Triesdorf, der kleinste Ort Deutschlands mit eigener Hochschule, ist ein lebendiges Zentrum für Landwirtschaft, Ernährung, Umwelt und Energie. Rund 2.000 Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf gestaltenden Campus, an dem angewandte Lebenswissenschaften und Grüne Ingenieurwissenschaften im Fokus stehen. Forschung und Lehre orientieren sich an den Herausforderungen der Zukunft: Klimawandel, Biodiversität, Ernährungssicherheit und Energieversorgung. Über 140 internationale Partnerhochschulen stärken die globale Perspektive, während die enge regionale Verankerung Mittelfranken nachhaltig voranbringt. Am 20. März können Interessierte am Studieninfotag den Campus erkunden und ihren Studienweg planen.
Darüber hinaus befinden sich in Triesdorf mehrere staatliche Fach- und Berufsfachschulen, darunter die Fachschule für Agrarwirtschaft, die Staatliche Technikerschule für Agrarwirtschaft sowie die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung. Sie qualifizieren Fach- und Führungskräfte für landwirtschaftliche, hauswirtschaftliche und ernährungsbezogene Berufe.
Auch die Fachoberschule Triesdorf spielt eine wichtige Rolle im Bildungsangebot des Campus. Sie ermöglicht Schülerinnen und Schülern, durch die Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischer Ausbildung die Fachhochschulreife zu erlangen. Die enge Anbindung an die landwirtschaftlich geprägte Umgebung bietet dabei ideale Voraussetzungen für praxisnahes Lernen.
Ein besonderer Bestandteil des Bildungsstandorts Triesdorf ist die Staatliche Fachakademie für Landwirtschaft, die durch ihre einzigartige Lernumgebung und ihr spezialisiertes Angebot hervorsticht:
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ermöglicht den Studierenden einen engen Kontakt zur Arbeitswelt. Die Unterrichtsinhalte reichen von Ernährung, Nahrungszubereitung, Wäscheversorgung und Objektreinigung bis hin zu Betriebswirtschaft, Führung und Qualitätsmanagement. Die Fachakademie qualifiziert die Studierenden umfassend für ihre Tätigkeit als spätere Fach- und Führungskräfte.
Eine Besonderheit der Schule ist der Lehr- und Schaugarten. Hier werden Gemüse und Kräuter angebaut. Die Blüten und Sträucher bilden die Basis für naturnahe Dekorationen. Im und mit dem Garten leisten wir als Schule einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz und zur Erhaltung der Biodiversität.
Ein weiteres Merkmal der Fachakademie ist die hauseigene Wäscherei, die nach dem RAL Gütezeichen 992/3 für Wäsche aus lebensmittelverarbeitenden Betrieben zertifiziert und rezertifiziert ist. Hier lernen die Studierenden praxisnah den Wäschekreislauf im hauswirtschaftlichen Betrieb kennen und bereiten fachgerecht die hausinterne Wäsche an verschiedenen Industriegeräten auf. Dabei legen wir besonderen Wert auf Hygiene, Qualität und Erhalt der Textilien.
Modern, praxisnah, zukunftsorientiert: Die Ausrichtung der Fachakademie spiegelt sich auch in ihren Räumlichkeiten wider. Das Weiße Schloss vereint markgräfliches Ambiente mit Unterricht auf aktuellem Niveau. Davon können sich Interessierte bei unseren jährlichen Infotagen ein Bild machen. Der Infotag der Fachakademie findet Anfang Februar statt. Interessierte haben die Möglichkeit, die Fachakademie sowohl bei einer Vor-Ort-Besichtigung als auch online kennenzulernen. Die Termine sind online am 5. Februar 2026 und vor Ort am 7. Februar 2026.
Wer kann schon behaupten, seine Fortbildung in einem Schloss absolviert zu haben?
Die Fachakademie besticht durch ihren besonderen Charme. Der Schulalltag findet in optimal ausgestatteten Unterrichtsräumen statt, teilweise unter prunkvollen Stuckdecken.
Die Geschichte des „Weißen Schlosses” reicht weit zurück. Im Jahr 1682 begann sein Bau als Jagd- und Sommerresidenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Seinen Namen bekam es wegen des weißen Kalkanstrichs der Außenwände. Die Geschichte des Bauwerks ist wechselvoll: Es diente im Laufe der Jahre als Wohnung für französische Emigranten, als Reiterkaserne, Lazarett und Magazin. Der überwiegende Teil der Inneneinrichtung aus dem 18. Jahrhundert wurde nach und nach entfernt. Und doch verleiht die markgräfliche Umgebung der Ausbildung eine ganz besondere Atmosphäre.
pm/C. Treffer