Der 1. Fußballverein Uffenheim investiert weiter kräftig in seine Infrastruktur und steht finanziell trotzdem gut da, wie der Vorsitzende Walter Schürmann bei der Hauptversammlung ausführte. Auch sonst gibt es viel Grund zur Freude beim FVU, allerdings auch zwei Wermutstropfen.
Neue Tore für die Spielfelder wurden angeschafft, ein neuer Zaun für das Trainingsgelände gekauft, der im Laufe des Jahres montiert werden soll, die Rasensprenger wurden getauscht und die LED-Flutlichtanlage ist montiert und bietet ganz neue Trainingsmöglichkeiten. „Die Nacht wird zum Tage“, so Schürmann.
Gute Bedingungen bringen dann eben auch Erfolg mit sich – der ersten Mannschaft der FVU-Fußballer gelang der Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd. Damit spielen die Uffenheimer das dritte Jahr in Folge Bezirksliga, wie Neu-Fußball-Abteilungsleiter Marco Schurz ausführte. „Das gab es beim FVU noch nie.“ Schürmann ergänzte: „Wir sind sehr stolz auf unseren Trainer und die Spieler.“ Und auch von Schurz gab es weitere positive Nachrichten: „Bislang hat noch kein Spieler gesagt, dass er uns verlassen will. Das spricht für den Verein und das Mannschaftsgefüge.“ Und der FVU arbeitet weiter an einem breiteren Kader, auf der Neuzugangsseite stehen bereits sechs Namen.
Schürmann: „Wir sind damit nach Gutenstetten, die aber unter ganz anderen Voraussetzungen spielen, der zweithöchst spielende Verein im Landkreis.“ Der Wermutstropfen: Die Reserve-Mannschaft ist abgestiegen, will nun aber mit neuem Trainer – Christian Frei kommt vom Erzrivalen SV Viktoria Weigenheim – in der A-Klasse neu angreifen. Der bisherige Trainer der zweiten Mannschaft, Dirk Müller, wird indes befördert und neuer Mann der Ersten.
„Insgesamt können wir zufrieden sein“, fand Schürmann. „Wir haben das schönste Stadion weit und breit. Bald sind wir ziemlich schuldenfrei, der Trainingsplatz ist bald bezahlt und wichtige Anschaffungen wie LED-Flutlicht sind erledigt.“ Außerdem habe Jens Fischer in seiner Wurstbude die „besten Bratwürste der Bezirksliga“. Der FVU vertrete die Stadt Uffenheim würdig, bis Greding und Roth, auch die Jugend sei mit zehn Mannschaften sehr aktiv.
Aber der FVU besteht freilich nicht nur aus Fußball. Ebenso hat Tischtennis dort eine feste Heimat gefunden, die Spieler sind erfolgreich, die Abteilung leitet Norbert Holzmann. Gerhard Reif wurde eine besondere Ehre zuteil: Er spielt seit über 60 Jahren aktiv Tischtennis und besiegt noch heute mit 77 Jahren viele Größen der Szene mit seinem besonderen Schläger – ein Alt-Exemplar, das er nur „Brettl“ nennt. Dafür wurde er nun ausgezeichnet.
Die Herren-Gymnastik unter Leitung von Lukas Dreßlein besteht aus rund 25 Aktiven, darunter auch drei Frauen. Das Besondere: „Wir spielen zu 95 Prozent Volleyball“, wie es hieß. Ebenfalls sehr aktiv sind die Gymnastik-Frauen unter Nadine Klein, die auch immer rund 20 Teilnehmerinnen begrüßen darf.
Die guten Finanzen hängen nicht nur mit Kassier Gerhard Lagler, sondern auch fest mit dem Namen Marion Demski zusammen, der Präsidentin des Jugendfördervereins. Sie ist unermüdlich unterwegs, so Schürmann, um Sponsoren und Fördergelder an Land zu ziehen. Weitere sind aber immer gerne gesehen. Der FVU ist auch im Stadtleben sehr präsent, ob beim Walpurgi-Umzug, auf dem Weihnachtsmarkt oder bei vielen weiteren Gelegenheiten.
Trotzdem sinkt die Mitgliederzahl leicht, auf nunmehr 480, bedauerte der Vorsitzende. Davon lassen sich die Uffenheimer Sportler aber die Laune nicht verderben, schließlich steht schon bald ein Großereignis an: 2026 feiert der 1. FV Uffenheim sein 100-jähriges Bestehen. „Die Feier nimmt bereits Gestalt an“, so Schürmann. Thomas Pröschel und sein Team planen eifrig, mit Festzelt und Fußballturnier soll gefeiert werden.
Im Vereinsheim steht derweil ein Abschied an, wie Schürmann berichtete. „Zum 30. Juni verlässt uns Elisabeth Hümmer als Vereinsheim-Chefin. Wir haben in den letzten Wochen Gespräche mit Mitgliedern und Freunden des FVU geführt und werden die Arbeit in Küche und Service auch weiterhin gewährleisten.“
Die Vorstandswahlen verliefen ohne Überraschungen: Walter Schürmann wurde als Vorsitzender bestätigt. Er kündigte aber an, dass dies seine letzte Amtszeit sei. Seit 1996 steht er nunmehr dem Verein vor, zuvor war er bereits zehn Jahre Vize. „Mein Leben war bisher dem FVU im Privatbereich gewidmet. Mit 72 Jahren muss dann neuer Schwung rein.“ Die 100-Jahr-Feier sei auch gewissermaßen sein Abschied als Chef. Als Vize wurde in Abwesenheit Eric Lange bestätigt, Kassier bleibt Gerhard Lagler und Schriftführer Herbert Habelt. Alles einstimmig, „fast ein bisschen langweilig“, befand Wahlleiter Klaus Böhm grinsend.
Böhm bat anschließend darum, weil hinten und vorne Übungsleiter fehlen, dass vielleicht noch der eine oder andere Fußballer aus der Ersten oder Zweiten im Jugendbereich hilft. Siegfried Hümmer erinnerte zudem: „Uns fehlen Schiris.“ Deshalb müsse der FVU Jahr für Jahr 1000 Euro Aufwandsentschädigung an den Verband zahlen. „Die Summe wird jedes Jahr mehr“, entsprechend plädierte er dafür, weitere Schiedsrichter ausfindig zu machen.
Alles in allem sind die FVU-Verantwortlichen aber zufrieden. Schürmann: „Wir sehen uns spätestens beim Saisonauftakt wieder. Dann rufen wir FVU rein.“