Nach einem Festmahl oder auch nur einem Familienabendbrot unter der Woche mit der Hand spülen? Machen die meisten längst nicht mehr. Nahezu alles, was über den Tisch geht, landet am Ende im Geschirrspüler. Inklusive Fett- und Essensresten. Multigeschirrspüler sollen für Sauberkeit und Glanz sorgen, und Geschirr und Maschine schonen. Wie gut gängige Produkte das schaffen, hat sich die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe (8/2026) angesehen.
Insgesamt 16 Multigeschirrspülmittel haben die Tester ausführlich unter die Lupe genommen - 10 Tabs und 6 Caps. Davon haben insgesamt 8 die Note „Gut“ bekommen, 3 schnitten mit „Befriedigend“ ab, 2 waren „Ausreichend“, und 3 „Mangelhaft“.
Besonders auffällig: Vor allem günstige Mittel überzeugten. Allen voran die Tabs „Power Force All-in-One“ von Aldi und „Domol Ultra Power All-in-One“ von Rossmann. Beide bekamen die Note 2,1. Alle mit „Gut“ bewerteten Tabs sind Eigenmarken von Drogerie- und Handelsketten und kosten pro Stück 9 Cent.
Erstmals hat es auch ein Cap in die Liste der mit „Gut“ bewerteten Produkte geschafft. Allerdings kostet ein Cap von „Somat Excellence Premium 5in1“ 20 Cent.
Getestet wurde in den Kategorien Reinigung, Klarspülen, Kalkverhinderung, Trocknen, Materialschonung, Gewässerbelastung und Nutzerfreundlichkeit der Verpackung. Acht Tabs und Caps reinigen im Test gut. Fette und Teeränder machten vielen Produkten im Test aber Probleme. Der Cap-Testsieger von Somat konnte hier punkten.
Klarspüler sollen Flecken und Schlieren verhindern, indem sie das Wasser am Ende des Spülgangs schnell und gleichmäßig über das Geschirr ablaufen lassen, sodass es schnell trocknet. Passiert das nicht, bleiben Wassertropfen zurück, enthaltene Salze und Mineralien werden nach dem Trocknen häufig sichtbar. Fast zwei Drittel schaffen das zuverlässig.
Mit dem Blick auf die Materialschonung von Beladung und Maschine konnten nicht alle Produkte überzeugen. Besonders mit Blick auf Kunststoff und Silberbesteck machten die Tester bei einigen Produkten Abstriche in der Bewertung.
Besonders bemängelt wurden zwei Produkte, die Inhaltsstoffe enthalten, die Gewässer belasten. Für Benzotriazole zum Silberschutz sowie Tenside wurden bei insgesamt zwei Produkten bemängelt. Die anderen kamen ohne aus.
Was die Tester nicht bewertet haben, waren die Fettrückstände im Sieb. Hier geben sie Verbrauchern aber einen wichtigen Tipp zur Vorsorge: Um die Maschine zu schonen, sollte einmal im Monat ein Intensivprogramm durchlaufen und Maschinengeschirrspülmittel verwendet werden. Außerdem sollte das Sieb am Boden regelmäßig gereinigt werden.
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