Zwei Tage vor der geplanten Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran halten sich beide Seiten zu den genauen Inhalten weiter bedeckt. Mehrere internationalen Medien veröffentlichen einen gleichlautenden, 14 Punkte umfassenden Text, bei dem es sich laut dem US-Sender CNN um einen Entwurf der Vereinbarung handeln soll.
Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung, erklärte allerdings auf der Plattform X, der Text entspreche nicht dem tatsächlichen Rahmenabkommen. Ins Detail ging er dabei nicht. In einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurde die Veröffentlichung als unvollständig bezeichnet.
CNN berichtete unter Berufung auf einen US-Beamten, der Text spiegele die Vereinbarung wider, die von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf bereits digital unterschrieben worden sei. Dem Sender zufolge wird an Details noch gearbeitet, sodass es bis zur Unterschriftenzeremonie in der Schweiz am Freitag noch Änderungen geben könne. Zuvor hatten der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija und der Finanzdienst Bloomberg einen gleichlautenden Text veröffentlicht.
US-Vizepräsident JD Vance sagte dem US-Sender CBS News, dass der Wortlaut bislang auf Bitten der Vermittler Pakistan und Katar nicht veröffentlicht worden sei. „Es gibt einige diplomatische Protokolle, die ich ehrlich gesagt nicht ganz verstehe“, sagte Vance. Die USA bemühten sich um eine frühere Veröffentlichung, sagte er.
Die Beendigung des Kriegs, die Öffnung der Straße von Hormus und Fragen rund um Sanktionen, sowie Finanzhilfen für den Iran stehen im Zentrum des nun von Medien veröffentlichten Textes. Weitere Verhandlungen sollen in einem recht knapp bemessenen Zeitraum von 60 Tagen folgen. Das enthält der Text laut den Berichten dazu:
Für den Iran ist eine Aufhebung der umfassenden Sanktionen gegen das Land zentral. Aber wie die US-Seite eine Sanktionsaufhebung langfristig umsetzen würde, bleibt unklar.
Sanktionserleichterungen könne der US-Präsident zwar mit Ausnahmegenehmigungen, wenn diese mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet werden, gewähren, erklärt Sascha Lohmann von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Dies gelte jedoch nur, bis ein finales Abkommen erzielt sei. Dann müsse der US-Kongress zustimmen.
Das sind die Punkte, die die von Medien veröffentlichte Fassung zu diesem Thema enthält:
Am 28. Februar hatten die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran begonnen, der unter anderem mit Angriffen auf Israel und auf US-Militärbasen sowie andere Ziele in der Golfregion reagierte. Seit gut zwei Monaten gilt die äußerst fragile und schon mehrmals gebrochene Waffenruhe. Ein erklärtes Kriegsziel war es, den Iran davon abzuhalten, Atombomben zu entwickeln. Im von Medien veröffentlichten Text heißt es:
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