In Ippesheim liegt nach dem ersten Wahlgang der Herausforderer Rainer Bullmer aus Herrnberchtheim knapp sechs Prozent vor dem bisherigen Amtsinhaber Karl Schmidt. Youngster Konrad Schmitt aus Bullenheim ist mit 21,9 Prozent bei der Stichwahl nicht dabei.
Die Wahlbeteiligung in Ippesheim lag nach drei hervorragend besuchten Podiumsdiskussionen mit allen drei Bürgermeisterkandidaten – jeweils waren um die 80 Personen da – bei 78 Prozent.
„Die Stimmung ist gut”, sagt denn auch Rainer Bullmer, der von den Herrnberchtheimer ins Rennen geschickt wurde und 42 Prozent erzielte. Er sitze mit anderen mit einem Fläschchen Bier in der letzten Reihe im Dorfgemeinschaftshaus und schaue den Kollegen und Kolleginnen beim Auszählen der Kreistagswahlen zu. „Es war zu erwarten, dass es zu einer Stichwahl kommt”, kommentiert er das Ergebnis. Für die Zeit bis zur Stichwahl habe er noch keinen Plan.
Karl Schmidt (36,1 Prozent) lässt sich keine Enttäuschung über das Wahlergebnis anmerken: „Die Herrnberchtheimer haben ihren Kandidaten stark unterstützt. Aber auch aus Ippesheim hat er viele Stimmen bekommen”, analysiert er das Ergebnis nüchtern. Er hält es für möglich, dass die Wähler und Wählerinnen des jüngeren Konrad Schmitt vielleicht eher seinen jüngeren Kontrahenten Bullmer wählen. Andererseits: Bisher seien die Wahlergebnisse in Ippesheim meist knapp ausgefallen, sagt er aber auch. Bis zum 1. Mai werde er jedoch seine Arbeit weiterhin unter vollem Einsatz fortsetzen. Nachdem die Kanzlei im Moment nur stundenweise besetzt sei, warte dort eine Menge Arbeit.
Konrad Schmitt zeigt sich als Drittplatzierter trotzdem hochzufrieden. „Ich habe damit gerechnet.” Es sei ein fairer Wahlkampf gewesen. Sein Resümee: „Gewonnen hat die Demokratie.” Er schaffte es für seinen Ortsteil Bullenheim aber in den Gemeinderat.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat bleibt unverändert: Fünf Plätze gehen nach Ippesheim, vier nach Herrnberchtheim und drei nach Bullenheim. Für Ippesheim sind Christina Alt, Hans Döller, Jens Koschnicke, Professor Norbert Geuder und Werner Franz vertreten, für Herrnberchtheim Bernhard Wolf, Markus Smietana, Rüdiger Hagelstein und Lukas Haydl und für Bullenheim Stefan Schadt, Volker Lehrieder und Konrad Schmitt. Christina Alt ist nach wie vor die einzige Frau im Gemeinderat. Mit insgesamt nur zwei Frauen unter den Nominierten war die Quote die niedrigste im Landkreis.