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Veröffentlicht am 22.02.2026 04:31

Weniger Masern-Infektionen in Bayern

In Bayern wurden 2025 weniger Masern-Infektionen als 2024 registriert. (Symbolbild) (Foto: Marius Becker/dpa)
In Bayern wurden 2025 weniger Masern-Infektionen als 2024 registriert. (Symbolbild) (Foto: Marius Becker/dpa)
In Bayern wurden 2025 weniger Masern-Infektionen als 2024 registriert. (Symbolbild) (Foto: Marius Becker/dpa)

Im vergangenen Jahr sind in Bayern deutlich weniger Masern-Fälle registriert worden als im Vorjahr. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren es 2025 genau 43 und damit 26 weniger als im Jahr 2024. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) sagte: „Der Rückgang ist aber kein Grund zur Entwarnung. Vielmehr ist es weiterhin wichtig, sich und andere mit einer Impfung zu schützen.“ Im laufenden Jahr seien bislang 2 Masern-Infektionen in Bayern gemeldet worden. 

Stiko empfiehlt Impfung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt für 11 Monate alte Kinder die erste Masernimpfung, die zweite sollte mit 15 Monaten folgen. Auch für bestimmte Gruppen von Erwachsenen gibt es eine Impfempfehlung - etwa, wenn der Impfstatus unklar ist oder sie nur eine Impfung in der Kindheit bekommen haben.

Ministerin Gerlach: „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Sie sind hochansteckend und können einen sehr schweren Verlauf nehmen, der sogar einen Krankenhausaufenthalt nötig macht. In seltenen Fällen können gravierende gesundheitliche Spätfolgen auftreten.“

Aktuell lägen die Impfquoten der bayerischen Kinder im Alter von zwei Jahren bei etwa 92 Prozent für die erste Masernimpfung und bei 78 Prozent für die zweite Impfung. Das sei zu niedrig, sagte Gerlach. Um Masern in Deutschland auszurotten, sind Impfquoten von mehr als 95 Prozent bei der zweiten Impfung im zweiten Lebensjahr nötig. 

Infektion über Speicheltröpfchen 

Die Viren kann man sich über Speicheltröpfchen in der Luft einfangen. Einige Tage danach breitet sich ein Ausschlag über den ganzen Körper aus. Etwa jeder zehnte Patient hat Komplikationen, beispielsweise Mittelohr- oder Lungenentzündungen. Je älter der Infizierte ist, desto gefährlicher wird die Krankheit. Selten kommt es auch zu Gehirnentzündungen, die tödlich enden können.

Masern waren insbesondere vor 1970 als Kinderkrankheit weit verbreitet. Damals war noch keine Impfung verfügbar. Wer die Krankheit einmal durchgemacht hat, ist dagegen immun.

© dpa-infocom, dpa:260222-930-718770/1


Von dpa
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