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Veröffentlicht am 20.04.2026 09:58

Wer dekoriert, schludert öfter bei der Pflichtausstattung

Seltenes Tier oder aussterbende Art? Der Wackeldackel versieht laut einer Umfrage in rund zwei Prozent der Autos in Deutschland seinen treuen Dienst. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-tmn)
Seltenes Tier oder aussterbende Art? Der Wackeldackel versieht laut einer Umfrage in rund zwei Prozent der Autos in Deutschland seinen treuen Dienst. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-tmn)
Seltenes Tier oder aussterbende Art? Der Wackeldackel versieht laut einer Umfrage in rund zwei Prozent der Autos in Deutschland seinen treuen Dienst. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-tmn)

Plüschtiere, Talismane der Duftbaum am Rückspiegel oder gar der Wackeldackel auf der Hutablage? Ja, alle diese Dinge finden sich in Autos auf deutschen Straßen - und dank einer Umfrage von Yougov im Auftrag von mobile.de wissen wir nun aber auch drei weitere Dinge:

  • Nur rund ein Drittel (29 Prozent) der befragten Autoeigner findet einen solchen persönlichen Touch wichtig oder eher wichtig. Je jünger die Autofahrer, desto wichtiger ist ihnen die Deko. Dem Rest ist der Nippes egal bis sehr egal. 
  • Einiges Auto-Zubehör kommt dann doch deutlich seltener vor, als es die subjektive Wahrnehmung erschienen lässt. 
  • Wer viel schmückt, verliert dabei offenbar auch mal einige andere wichtige Dinge aus den Augen, die eigentlich im Auto sein sollten. Zum Beispiel den Verbandskasten.

Ja, lustiger Dackel, aber wo bitte ist der Verbandskasten?

So besitzen etwa nur 87,5 Prozent der befragten Auto-Verschönerer einen Verbandskasten. Dabei müsste die nützliche Kiste laut Straßenverkehrszulassungsordnung in 100 Prozent aller Autos vorhanden sein. Auch bei der Warnweste (82 Prozent haben sie dabei) und dem Warndreieck (86 Prozent) ist noch Luft nach oben. Ausreißergruppe sind hier die 25-34-Jährigen, bei denen fast jeder Fünfte (17 Prozent) keinen Verbandskasten im Auto hat.

Fahrerinnen und Fahrer ohne personalisierte Autos waren nach eigenen Angaben in rund 93 Prozent der Fälle auch mit Verbandskasten, Warnwesten (89 Prozent) und Warndreieck (92 Prozent) ausgestattet.

Löbliche Ausnahme unter den Auto-Schmückern sind die Plüschtier- und Talismanfreunde: Sie sind den Angaben nach vorbildlich zu rund 96 Prozent mit der vorgeschriebenen Sicherheitsausstattung unterwegs. 

Hier lohnt übrigens laut ADAC ein regelmäßiger Blick auf das Ablaufdatum und eventuelle Veränderungen der Vorschriften. Seit 2022 gehören etwa auch zwei medizinische Masken rein.

Das fährt in deutschen Autos mit

Und hier ist eine Auswahl der mehr oder weniger sinnvollen Klassiker, die im Auto mitfahren. Befragt wurden 2.046 Autobesitzerinnen und -besitzer in Deutschland ab 18 Jahren:

  • Sonnenbrille (51 Prozent)
  • Taschenlampe (31 Prozent)
  • Decken/Kissen (30 Prozent)
  • Zigarettenanzünder (26 Prozent)
  • Powerbank/Ladegerät (22 Prozent)
  • Snacks/Getränke (17 Prozent)
  • Duftbaum (15 Prozent)
  • Auto-Atlas (14 Prozent)
  • Separates Navi (13 Prozent)
  • Plüschtiere/Talismane (11 Prozent)
  • Kaffeebecher (8 Prozent)
  • Wechselkleidung (6 Prozent)
  • Handstaubsauger (5 Prozent)
  • Kühlbox (3 Prozent)
  • Kassettenadapter oder Kassettendeck (3 Prozent)
  • Kondome (2 Prozent)
  • Würfel oder Discokugel am Rückspiegel (2 Prozent)
  • Sitzbezüge mit Holzperlen (2 Prozent)

Interessant, aber auch schwer zu glauben: Knapp jeder Fünfte (17 Prozent) hat nach eigenen Angaben nichts zusätzlich im Auto. 

Und nochmal zurück zum Duftbaum am Rückspiegel: Der ist nicht nur Lufterfrischer, sondern bei einigen Menschen auch ein echtes Hassobjekt. Denn während er laut der Umfrage in 15 Prozent aller Autos baumelt, gab jeder Dritte befragte ebendiesen Duftbaum (oder generell Autoparfum) als großes No-Go im Auto an.

© dpa-infocom, dpa:260420-930-967944/1


Von dpa
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