Wenn unterwegs im Auto plötzlich ein Bienchen schwirrt oder eine Spinne sich heimtückisch von der Sonnenblende abseilt - dann melden sich Ur-Angst, Ekel und Schrecken. Trotzdem ist wichtig: Ruhe bewahren - auch wenn's schwerfällt
Durch Erschrecken und hektische Vertreibungsversuche kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, weil die Menschen die Kontrolle über das Auto verlieren. Die Folgen eines Insektenstichs sind laut ADAC Hessen-Thüringen in der Regel deutlich kleiner.
Daher gilt: nicht panisch werden und ruhig weiter auf den Verkehr achten. Dann die Warnblinker anstellen, vorsichtig abbremsen und rechts ran fahren. Meist hilft es bereits, die Fenster zu öffnen, damit die Insekten raus können. Wer schnell aus dem Auto raus will, sollte auf den Verkehr achten.
Wer auf Insektenstiche allergisch reagiert, kommt besser vor die Lage. Also:
Am besten noch den Allergiepass einpacken und das Notfall-Set griffbereit halten. Sollte es doch zu einem Stich kommen, gut auf Symptome achten und bei Atemnot, Hitzewallung oder Schwächegefühl den Notruf 112 wählen.
Wenn es doch zu einem Unfall kommt, regelt die KfZ-Haftpflicht den Schaden anderer. Für Schäden am eigenen Fahrzeug kommt die Kasko-Versicherung auf - soweit vorhanden. Und hier gibt es einen Kniff, sich abzusichern.
Die Versicherung könnte prüfen, ob Betroffene grob fahrlässig gehandelt haben und danach graduell die Leistung kürzen. Um dieses Risiko auszuschließen, rät der ADAC zu Kasko-Versicherungen, die den Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit beinhalten. Bei gängigen Versicherungsportalen lässt sich das auch in den Filtereinstellungen festlegen, sodass nur Verträge ohne Fahrlässigkeits-Einwand gezeigt werden.
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