Wie geht es mit dem Hirtenhäusle in Rimbach weiter? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.07.2025 17:17

Wie geht es mit dem Hirtenhäusle in Rimbach weiter?

Vor dem Beginn der eigentlichen Versammlung standen die Teilnehmenden schon in Grüppchen zusammen und betrachteten die Pläne, die an die geöffneten Türen des Hirtenhäuschens gepinnt worden waren. (Foto: Ulli Ganter)
Vor dem Beginn der eigentlichen Versammlung standen die Teilnehmenden schon in Grüppchen zusammen und betrachteten die Pläne, die an die geöffneten Türen des Hirtenhäuschens gepinnt worden waren. (Foto: Ulli Ganter)
Vor dem Beginn der eigentlichen Versammlung standen die Teilnehmenden schon in Grüppchen zusammen und betrachteten die Pläne, die an die geöffneten Türen des Hirtenhäuschens gepinnt worden waren. (Foto: Ulli Ganter)

Noch immer ist keine Entscheidung gefallen, ob das Hirtenhäuschen das zentrale sichtbare Projekt für die Dorferneuerung im Markt Erlbacher Ortsteil Rimbach werden wird. Nach einer ergebnislosen Bürgerversammlung in Rimbach soll eine Befragung der gesamten volljährigen Dorfbevölkerung stattfinden.

Nach der letzten Versammlung im Markt Erlbacher Bürgerhaus Zum Löwen hatten die Planer, das Amt für ländliche Entwicklung und der Markt das Gefühl gehabt, schon einen Schritt weiter zu sein.

Grundsätzliche Kritik am Erhalt und der Sanierung des Hirtenhäuschens waren damals nicht mehr laut geworden, so dass man sich eigentlich für die jetzige Bürgerversammlung vorgenommen hatte, zwischen einer großen und einer kleinen Lösung zu entscheiden.

Planerin Melanie Liebberger hatte erste Planskizzen gefertigt und stellte die Varianten vor: Im ersten Fall, der unbeheizten Variante, sei das Haus immer zugänglich und werde geöffnet. Man könnte genauso gut auf der Durchreise als Radler eine Rast einlegen, das Haus aber auch für ein Dorffest nutzen oder sich dort einfach mal zum Grillen oder Karteln treffen – zumindest im Sommer. Bei Regen säße man trocken und bei Hitze schattig

Offene oder geschlossene Variante?

Die aufwendigere Variante mit einem Holzofen ermöglich die Nutzung über das ganze Jahr hinweg. Dort könnten auch Geburtstage gefeiert werden. Eine kleine Küchenzeile würde vorgesehen und ein WC eingeplant, das aber nicht ans Abwassernetz, sondern an eine Grube angeschlossen würde.

Kosten wurden für die Varianten noch nicht geschätzt. Bei den zwölf von insgesamt knapp 50 Rimbachern und Rimbacherinnen, die gekommen waren, fanden die Pläne zum Teil Anklang. Insbesondere eine jüngere Frau, die selbst zugezogen ist, würde sich freuen, wenn es einen Treffpunkt gibt, und man sich besser kennenlernt. Dartspielen oder ein Yogakurs waren Ideen, die ihr spontan in den Sinn kamen.

Joachim Reindler betonte für die Behörde: „Für uns sind solche Gemeinschaftseinrichtungen wichtiger als ein paar Meter Straße.“ Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß verwies auf das ähnlich kleine Wilhelmsgreuth, bei dem die Entwicklung die kühnsten Träume übertroffen habe.

Regelmäßig mit Leben füllen

Gerd Eisenbeiß, Gemeinderat aus dem benachbarten Mettelaurach, goss Wasser in den Wein: Mit Verweis auf den florierenden Dorftreffpunkt in seinem Ort betonte er, dass es nicht damit getan sei, sich für das Hirtenhäusle auszusprechen. Es müsse auch „Kümmerer“ geben und Gruppen, die das Haus regelmäßig mit Leben füllen. Er meldete Zweifel an, ob in Jobstgreuth der neue Gemeinschaftsraum unter dem Feuerwehrhaus solch eine regelmäßige Nutzung erfahre.

Zwei ältere Männer aus Rimbach äußerten schließlich wieder grundsätzliche Zweifel, ob es sich lohne, überhaupt Geld ins Hirtenhäuschen zu stecken. Jetzt soll in einer Umfrage nicht nur die Wahl zwischen „Abreißen oder erhalten?“ und den beiden Varianten getroffen, sondern auch die Bereitschaft zum persönlichen Engagement und das Interesse an einer späteren Nutzung erfragt werden.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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