Wilhermsdorf im Blick: Nach 12 Jahren als Bürgermeister zieht Uwe Emmert Bilanz | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.02.2026 06:00

Wilhermsdorf im Blick: Nach 12 Jahren als Bürgermeister zieht Uwe Emmert Bilanz

Wilhermsdorfs Bürgermeister Uwe Emmert mit seinen Amtsvorgängern Harry Scheuenstuhl und Helmut Zollhöfer. (Foto: Gudrun Schwarz-Köhler)
Wilhermsdorfs Bürgermeister Uwe Emmert mit seinen Amtsvorgängern Harry Scheuenstuhl und Helmut Zollhöfer. (Foto: Gudrun Schwarz-Köhler)
Wilhermsdorfs Bürgermeister Uwe Emmert mit seinen Amtsvorgängern Harry Scheuenstuhl und Helmut Zollhöfer. (Foto: Gudrun Schwarz-Köhler)

Nach 12 Jahren und rund 6 Wochen endet zum 30. April 2026 die Amtszeit von Uwe Emmert als Bürgermeister von Wilhermsdorf. Für Uwe Emmert Zeit zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen.

Vieles hat sich in dieser Zeit ereignet, vieles wurde zusammen mit dem Marktgemeinderat gestaltet und verändert, angestoßen und auf den Weg gebracht – sicherlich wohl nicht immer zur Zufriedenheit aller – „aber ich habe mich stets bemüht, mich für die Gemeinde einzusetzen und das Schiff Markt Wilhermsdorf auf Kurs zu halten und voranzubringen“, so Bürgermeister Emmert.

Große Projekte konnten verwirklicht werden: das Einkaufszentrum mit dem „Backstaagärtla“ und der Eisdiele im Bahnhof, diverse Straßenprojekte, Veränderungen in der Ortsgestaltung, Baubeginn des Bürgerzentrums, Realisierung von Dorfgemeinschaftshäusern, Hochwasserfreilegung mit Sturzflutrisikomanagement, Planung und Realisierung neuer Baugebiete, Innenortentwicklung, ISEK, ILEK und die Kooperation mit der Zenngrund-Allianz, Breitbanderschließung, Mobilfunk, Bürgerbus, Seniorenbeirat, Quartiersmanagement und noch vieles mehr.

Wichtig natürlich für eine Gemeinde wären immer die Finanzen und hier versichert Emmert, dass „über der Gemeinde keinesfalls der Pleitegeier kreist und man zu jeder Zeit den Verpflichtungen und Pflichtaufgaben nachkommen konnte und kann“.

Neue Projekte

Lange überlegt habe man beim Schulprojekt. Doch in dieser Zeit hätten sich auch etliche Rahmenbedingungen verändert und mit der Fristverlängerung für den Bau könne die Gemeinde über das Sondervermögen jetzt in den Genuss höherer Fördersätze kommen. Begonnen werden soll im Sommer 2026 und bis Ende 2029 müsse die Realisierung abgeschlossen sein.

Die Mittelschule, die baulich noch in einem vernünftigen Zustand sei, könnte sicherlich auch noch 10 Jahre und vielleicht noch mehr genutzt werden.

Ein „Leuchtturmprojekt“ zur Aufwertung und Belebung des Innenortes sei das Projekt „Bürgerzentrum“, so der Bürgermeister. Die Bauarbeiten werden sicherlich bis Mitte 2027 andauern. Gerechnet wird mit Gesamtkosten von knapp 6 Millionen Euro und mit einer Förderung aus Mitteln der Städtebauförderung und des Denkmalschutzes in Höhe von etwa 75 Prozent.

Mehr Wohnraum

Inzwischen sind auch die ersten Arbeiten im Baugebiet „West“ zu sehen. Hier entstehen auf rund 17 Hektar ein Wohngebiet mit rund 4 Hektar und Platz für bis zu 180 Wohneinheiten, ein Gewerbegebiet mit mehr als 6 Hektar, ein Sondergebiet für eine Betriebsverlagerung mit rund 3 Hektar sowie Ausgleichs- und sonstige Flächen mit rund 3 Hektar.

Die Flächen für Wohn- und Gewerbegebiet sind bereits im Besitz der Gemeinde beziehungsweise des Erschließungsträgers, die Bebauungspläne und die Änderung des Flächennutzungsplanes sind rechtskräftig, die Ausschreibung für die Erschließung soll demnächst herausgehen und die Vergaben im Spätsommer oder Herbst erfolgen, sodass die Erschließungsarbeiten im Winter oder Frühjahr beginnen können.

Im Wohngebiet wird es möglich sein, auf definierten Flächen Wohnhäuser mit bis zu 4 Geschossen zu errichten sowie mehrgeschossigen Wohnbau mit bis zu 3 Geschossen, Reihenhäuser und Einfamilienhäuser – insgesamt bis zu 180 Wohneinheiten. Mit der Vermarktung wird im ersten Quartal 2026 zu rechnen sein. Die wesentlichen Erschließungsarbeiten wurden bereits ausgeschrieben und vergeben. Diese Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 2027 weitestgehend abgeschlossen sein.

Fazit nach 12 Jahren

Fazit Uwe Emmert: „Es war mir immer eine Ehre, mich für die Gemeinde mit ihren Bürgerinnen und Bürgern einzusetzen – möge all das Erreichte in guter Erinnerung und Nutzung bleiben und das Begonnene zu guten Ergebnissen gebracht werden. Dem neuen Gremium mit der neuen Bürgermeisterin/dem neuen Bürgermeister wünsche ich viel Erfolg und gute Gemeinschaft für die Arbeit zum Wohle der weiteren Entwicklung unserer wunderbaren Gemeinde!“


Von Gudrun Schwarz-Köhler
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