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Veröffentlicht am 27.01.2026 12:15

Wind und Sonne liefern fast jeden Tag Strom für Deutschland

Seit dem Jahr 2023 gab es im Schnitt 15 Tage mit wenig Wind und Sonne. (Archivbild) (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
Seit dem Jahr 2023 gab es im Schnitt 15 Tage mit wenig Wind und Sonne. (Archivbild) (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
Seit dem Jahr 2023 gab es im Schnitt 15 Tage mit wenig Wind und Sonne. (Archivbild) (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Wind und Sonne liefern einer KfW-Analyse zufolge nur an 15 Tagen im Jahr keinen Strom. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre seien in Deutschland nur an vier Prozent aller Tage im Jahr ungünstige Bedingungen für die beiden Energiequellen zusammengefallen, schreibt die Förderbank in einer Analyse. Ihr Fazit: „Erneuerbare Energien sind inzwischen die Basis der Stromerzeugung in Deutschland.“

Im vergangenen Jahr stammte nach KfW-Berechnungen auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur mehr als die Hälfte (56 Prozent) des hierzulande verbrauchten Stroms aus Wind (29 Prozent), Sonne (16 Prozent), Biomasse und Wasserkraft (11 Prozent). Erstmals standen demnach mit Wind- und Solarenergie zwei erneuerbare Energiequellen an der Spitze der hiesigen Stromerzeugung mit einem Anteil von 45 Prozent des verbrauchten Stroms.

Weitere Maßnahmen für sichere Stromversorgung

KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher hält weitere Schritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien für erforderlich: „Perspektivisch könnte die Stromerzeugung aus Biomasse noch gezielter zu Zeiten mit wenig Wind und Sonne zum Einsatz kommen.“ Ein wichtiger Teil der Lösung seien auch „eine Flexibilisierung der Nachfrage, mehr Batteriespeicher und neue Gaskraftwerke, die mittelfristig mit Wasserstoff betrieben werden können“, sagt Schumacher.

Die Tage, an denen weder die Sonne scheint noch der Wind weht, fielen in den vergangenen Jahren der Auswertung zufolge allesamt in die Monate Oktober bis Februar. 2023 gab es nach KfW-Angaben 14 Tage mit wenig Wind und Sonne, 2024 waren es 12 und im vergangenen Jahr 19 Tage.

„An den wind- und sonnenarmen Tagen standen (...) genügend Alternativen zur Verfügung, um die gesamte Stromnachfrage zu bedienen“, betont die KfW. So sei vermehrt Strom importiert sowie mehr Strom aus Kohle und Gas erzeugt worden.

© dpa-infocom, dpa:260127-930-602750/1


Von dpa
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