Nicht nur über den künftigen Landrat im Landkreis Ansbach wird am Sonntag entschieden. Auch in sechs Städten und Gemeinden ist eine Stichwahl nötig, um den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin zu bestimmen.
Auf Kreisebene kämpfen Amtsinhaber Dr. Jürgen Ludwig und sein Herausforderer Marco Meier (Freie Wähler) um den Spitzenposten im Landratsamt. Nach der ersten Runde liegt Meier mit 41,9 Prozent vorn. Bei einer Tour durch den Landkreis versucht der bisherige – und in diesem Amt zunächst bestätigte – Bürgermeister von Ornbau, die fehlenden Stimmen einzusammeln.
Landrat Ludwig, der in der ersten Runde nur 29,1 Prozent der Stimmen bekam, holte sich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder prominente Unterstützung, um den Trend zu drehen. Gemeinsam grillte man am Freitag auf dem Marktplatz von Dinkelsbühl und kam mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch, von denen sich viele Sorgen um das örtliche Krankenhaus machen.
Nachdem in Dinkelsbühl und Feuchtwangen die Entscheidungen schon in der ersten Runde der Kommunalwahlen gefallen sind, ist Rothenburg die einzige Stadt mit über 10.000 Einwohnern im Landkreis Ansbach, in der es zu einer Stichwahl kommt. Sie wird besonders spannend, denn die beiden Kandidaten liegen sehr eng beieinander. Christoph Rösch (SPD) hatte mit 40,3 Prozent hauchdünn die Nase vorn. Der amtierende Oberbürgermeister Dr. Markus Naser (FRV) kam auf 39,1 Prozent. Sicher ist schon jetzt, dass der künftige Rothenburger OB im Kreistag vertreten sein wird, denn sowohl Naser als auch Rösch schafften den Einzug in dieses Gremium.
In Heilsbronn war der bisherige Bürgermeister Dr. Jürgen Pfeiffer (CSU) nicht mehr angetreten. Von den vier Bewerbern um seine Nachfolge schafften es Sebastian Gaukler (CSU) mit 41,8 Prozent und Eva Didion (SPD) mit 29,0 Prozent in die Stichwahl.
In Oberdachstetten möchte hingegen Bürgermeister Martin Assum (CSU) seine Arbeit fortsetzen. Am 8. März bekam er 43,1 Prozent der Stimmen, etwas weniger als die Gegenkandidatin Eileen Gillwald (Wahlheimat). Im Wahlkampf in Oberdachstetten hatte für Schlagzeilen gesorgt, dass Assum auf einer Social-Media-Plattform von einem politischen Gegner massiv angegriffen worden war.
In zwei Gemeinden im Landkreis Ansbach gelang es den Amtsinhabern nicht, in die Stichwahl um den Bürgermeisterposten einzuziehen. In beiden Fällen betraf dies Sozialdemokraten.
In Wassertrüdingen konnte Stefan Ultsch (SPD) nur 19,2 Prozent der Wählerinnen und Wähler überzeugen. In der Stichwahl stehen sich Jörg Edelmann (Bürgerbündnis) mit 41,2 Prozent und Jochen Reuter (CSU) mit 39,8 Prozent gegenüber.
Auch Markus Nehmer (SPD) muss den Chefposten im Rathaus in Lichtenau räumen. Sein Nachfolger wird entweder Manfred Eschenbacher (Grüne), der in der ersten Runde der Kommunalwahl 35,7 Prozent erhielt, oder Florian Szaefer (CSU), dessen Ausgangsbasis für die Stichwahl bei 33,7 Prozent liegt.
In der Marktgemeinde Arberg bewarben sich drei Kandidaten um die Nachfolge von Bürgermeister Hans-Jürgen Nägelein. In der Stichwahl stehen sich Marco Friedel (Freie Liste Markt Arberg/Freie Wählergemeinschaft Lellenfeld) mit einem Erstrundenergebnis von 41,5 Prozent und Michael Scherb (CSU) mit 30,1 Prozent gegenüber.