Womit Bahnfahrer zwischen München und Allgäu rechnen müssen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.02.2026 16:14

Womit Bahnfahrer zwischen München und Allgäu rechnen müssen

Auch für die Eurocity-Expresszüge aus Zürich ist in Richtung München früher Schluss. (Archivbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Auch für die Eurocity-Expresszüge aus Zürich ist in Richtung München früher Schluss. (Archivbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
Auch für die Eurocity-Expresszüge aus Zürich ist in Richtung München früher Schluss. (Archivbild) (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Wegen des Einbaus von vier neuen Weichen müssen Fahrgäste der Bahn auf der Strecke zwischen München und Allgäu in den kommenden Tagen auf Busse umsteigen. Am Bahnhof Geltendorf (Landkreis Landsberg am Lech) könnten wegen der Arbeiten zwischen 23. Februar und 4. März keine Züge rollen, teilte die Bahn mit.

Für den Weichenwechsel müsse zudem die Oberleitung auf der Strecke bis Kaufering abgeschaltet werden – dort können also nur Dieselzüge fahren. Worauf sich Fahrgäste einstellen müssen:

Eurocity-Express (München – Lindau – Zürich)

Die Fernzüge zwischen München und Zürich fahren aus der Schweiz kommend nur bis Lindau-Reutin. Dementsprechend halten sie nicht in München, Buchloe und Memmingen. Auf dieser Strecke sollen laut Bahn Ersatzbusse fahren, deren Fahrplan in Lindau-Reutin auf die Eurocity-Expresszüge in und aus Richtung Zürich abgestimmt ist.

RB74 (München – Buchloe) und RE70 (München – Kempten – Lindau)

Die Regionalbahnen der Linie RB74 entfallen zwischen München und Geltendorf, die Züge der Linie RE70 entfallen zwischen Fürstenfeldbruck und Geltendorf. Reisende können auf Expressbusse als Ersatzverkehr mit rund 30 Minuten Fahrt ohne Halt zwischen Geltendorf und Fürstenfeldbruck nutzen. Zwischen Fürstenfeldbruck und München können Fahrgäste auch auf die S-Bahn-Linie S4 oder die zweistündlich fahrende RE70 nutzen. Die Ankünfte und Abfahrten der Busse in Geltendorf sind laut Bahn auf die Züge abgestimmt.

RE72 und RE96 (München – Memmingen – Lindau)

Die von Arverio betriebenen Regionalzüge fallen zwischen Buchloe und München aus. Bahnangaben zufolge plant das Unternehmen, Expressbusse als Ersatz ohne Halt zwischen München Hbf und Buchloe anzubieten. Weitere Ersatzbusse sollen demnach zwischen München-Pasing und Geltendorf fahren und dort den Anschluss an Züge nach Buchloe herstellen. 

RB68 (München – Kaufbeuren – Füssen)

Auch für die Bayerische Regiobahn (BRB) ist auf der Linie RB 68 aus dem Allgäu kommend in Geltendorf Schluss. Fahrgäste müssen hier in die Ersatzbusse nach Fürstenfeldbruck umsteigen. Zwischen Geltendorf und Buchloe will die BRB zusätzliche Pendelzüge mit Halt in Kaufering rollen lassen, um zwischen 5.30 Uhr und 22.30 Uhr Verbindungen im Stundentakt anbieten zu können.

RB67 (Augsburg – Schongau)

Auch wer mit der RB 67 zwischen Augsburg und Schongau unterwegs ist, muss zwischen Geltendorf und Schondorf auf Ersatzbusse umsteigen – am 28. Februar und 1. März auch zwischen Geltendorf und Walleshausen.

Münchner S-Bahn S4 (Geltendorf – Ebersberg)

Die S4 fährt aus München nur bis Grafrath und wendet dort. Wer nach Geltendorf weiterfahren möchte, muss auf Busse umsteigen. Diese sollen laut Bahn dem S-Bahn-Takt entsprechend alle 20 bis 40 Minuten fahren. Für die Strecke brauchen sie aber ein gutes Stück länger als die S-Bahnen – laut Bahn rund 25 Minuten. Die Ankünfte und Abfahrten sollen in Grafrath aber auf die S-Bahnen abgestimmt werden.

Vor der Abfahrt noch mal kurz Verbindung prüfen

Wegen der kurzfristig geänderten Fahrpläne tauchen die Änderungen laut Bahn bislang nicht bei allen Regionalzuglinien in der Online-Auskunft auf. Reisende sollten daher, die Abfahrten ihrer Züge sicherheitshalber noch einmal kurz vor der Fahrt zum Beispiel im DB Navigator prüfen und bei Arverio oder der Bayerischen Regiobahn im Internet nachschauen.

Was die Bauarbeiten bringen sollen

Schon seit dem 7. Februar sind Züge auf der Strecke zwischen München und Buchloe in einigen Abschnitten deutlich langsamer unterwegs als üblich, weil die Schienen und Weichen in die Jahre gekommen sind. Wenn die neuen Weichen in Geltendorf eingebaut sind, soll zumindest dort die sogenannte Langsamfahrstelle wegfallen. Züge dürfen an diesem Abschnitt aktuell nur mit Tempo 20 über die Gleise schleichen. Nach den Arbeiten soll dort wieder die reguläre Geschwindigkeit möglich sein, teilte die Bahn mit.

An anderen Stellen kann es dagegen durchaus noch weiter gemächlicher zugehen. Die Maßnahme sei „ein erster wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Betriebs“, teilte die Bahn mit. Aktuell plane die Infrastrukturtochter der Bahn aber, auch die anderen Langsamfahrstellen auf der Strecke im Laufe des Jahres zu beseitigen.

© dpa-infocom, dpa:260217-930-699683/1


Von dpa
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