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Züge nach Wassertrüdingen als Pluspunkt für die ganze Region

Die Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (Gunzenhausen) und Stefan Ultsch (Wassertrüdingen) freuen sich mit den Landräten Dr. Jürgen Ludwig (Landkreis Ansbach) und Manuel Westphal (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) sowie dem Unterschwaninger Bürgermeister Markus Bauer (von links) über die Reaktivierung. (Foto: Thomas Schaller)
Die Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (Gunzenhausen) und Stefan Ultsch (Wassertrüdingen) freuen sich mit den Landräten Dr. Jürgen Ludwig (Landkreis Ansbach) und Manuel Westphal (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) sowie dem Unterschwaninger Bürgermeister Markus Bauer (von links) über die Reaktivierung. (Foto: Thomas Schaller)
Die Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (Gunzenhausen) und Stefan Ultsch (Wassertrüdingen) freuen sich mit den Landräten Dr. Jürgen Ludwig (Landkreis Ansbach) und Manuel Westphal (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) sowie dem Unterschwaninger Bürgermeister Markus Bauer (von links) über die Reaktivierung. (Foto: Thomas Schaller)

Es ist die einzige Bahnstrecke in Deutschland, auf der in diesem Jahr der planmäßige Personenverkehr wieder aufgenommen wird: Ab dem 15. Dezember verkehren stündlich zwischen Gunzenhausen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) und Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach) wieder Triebwagen der DB Regio auf der Linie RB 62.

Manche Züge fahren bis nach Pleinfeld, wo man Anschluss nach Nürnberg hat. Weil die Bahn ein Stellwerk nicht rechtzeitig fertiggestellt hat, müssen voraussichtlich bis zum Frühjahr die restlichen Verbindungen mit (langsameren) Ersatzbussen bestritten werden.

Dieser Wermutstropfen trübte aber die Freude der beteiligten Landräte und Bürgermeister nicht, die bei einem Pressegespräch im Rathaus von Unterschwaningen das neue Angebot für Berufspendler, Touristen und Schüler vorstellten. Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig schilderte die jahrzehntelange Vorgeschichte der Reaktivierung der etwa 15 Kilometer langen Strecke. Er dankte der Bayernbahn, der die Strecke gehört, den Kommunen und dem Land Bayern für die Unterstützung des Projekts.

Besseres Buskonzept im südlichen Landkreis Ansbach

Ganz genau konnte bei dem Pressegespräch keiner sagen, wie viel investiert wurde, aber es sind auf jeden Fall viele Millionen, die in die Strecke, verbesserte Bahnhöfe, neue Bushaltestellen, in die Barrierefreiheit, Park-and-Ride-Plätze sowie Fahrradständer fließen. Teil der Verbesserungen ist ein erweitertes Buskonzept, von dem unter anderem zahlreiche Gemeinden im südlichen Landkreis Ansbach profitieren werden.

Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch sagte, dass das Bahnhofsgebäude der Stadt wieder seinem ursprünglichen Zweck dienen wird. Die bisher dort beheimatete Jugend bekommt ein neues Zentrum im früheren Wasserwerk.

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Die Renaissance der Bahn im westlichen Mittelfranken soll mit der Inbetriebnahme der nördlichen Hesselbergbahn nicht zu Ende sein: Auf dem Programm steht darüber hinaus die Reaktivierung der Strecke zwischen Dombühl und Wilburgstetten im westlichen Landkreis Ansbach. Noch weiter am Horizont liegt der Lückenschluss beider Linien bis nach Nördlingen. Bisher war die Unterstützung für diese Erweiterung bei den Mandatsträgern im Landkreis Donau-Ries aber verhalten.

VGN-Freizeitlinie macht Ausflüge leichter

Momentan dominiert die Freude, dass es nun einen konkreten Schritt vorangeht. Dazu gehört, dass der Landkreis Ansbach erstmals eine sommerliche Freizeitlinie des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN) bekommt. Durch sie werden touristische Punkte wie der Hesselberg, das Limeseum und die Stadt Dinkelsbühl leichter mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Befahren wird die Strecke mit wenig klimafreundlichen Dieseltriebwagen. Sie wurden von der staatlichen Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) bestellt. Zur Begründung hieß es von der BEG auf Anfrage der FLZ, dass auf der bisherigen Teilstrecke der RB 62 von Pleinfeld nach Gunzenhausen Dieselzüge fahren. Der Vertrag hierfür mit der DB Regio läuft noch bis 2031. Daher sei es auch aus Zeitgründen naheliegend gewesen, auch das neue Teilstück mit diesen Zügen zu betreiben. Eine Umstellung auf elektrische Akkuzüge sei erst nach dem Vertragsende möglich.

S-Bahn nach Baden-Württemberg

Der Freistaat habe das Ziel, dass der Schienenpersonennahverkehr bis zum 2040 lokal emissionsfrei sein soll. „Dieses Ziel sollte aller Voraussicht nach auch auf der Strecke Wassertrüdingen – Gunzenhausen – Pleinfeld im Rahmen späterer Verkehrsdurchführungsverträge rechtzeitig gelingen“, teilte die BEG mit.

Die zweite große Verbesserung in der Region zum Fahrplanwechsel ist die Verlängerung der S4 über Dombühl hinaus nach Schnelldorf und Crailsheim. Damit verkehrt eine S-Bahn aus Bayern nach Baden-Württemberg. Dieser Ausbau wird am Samstag, 21. Dezember von 10 Uhr bis 13 Uhr unter dem Motto „Gleisglühen“ am Bahnhof in Schnelldorf gefeiert.


Thomas Schaller
Thomas Schaller
Redaktion Westmittelfranken/Landkreis Ansbach
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