Zugunfall am Freitagabend bei Markt Bibart: War es ein Anschlag? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.05.2026 10:26

Zugunfall am Freitagabend bei Markt Bibart: War es ein Anschlag?

Ein Güterzug war am Freitagabend bei Markt Bibart in einen Betonklotz gekracht. (Symbolbild: Sven Hoppe/dpa)
Ein Güterzug war am Freitagabend bei Markt Bibart in einen Betonklotz gekracht. (Symbolbild: Sven Hoppe/dpa)
Ein Güterzug war am Freitagabend bei Markt Bibart in einen Betonklotz gekracht. (Symbolbild: Sven Hoppe/dpa)

Am Freitagabend krachte ein Güterzug auf der Bahnlinie Nürnberg–Würzburg bei Markt Bibart in einen Gegenstand, der auf der Strecke lag. Nun ist klar: Dort lag ein 100-Kilo-Betonklotz, wie die Bundespolizei Würzburg berichtet. War es ein Anschlag?

Kurz nach 21 Uhr geschah am Freitag der Zwischenfall zwischen dem stillgelegten Bahnhof Markt Einersheim (Landkreis Kitzingen) und Markt Bibart: Der Güterzug ist mit rund 100 Stundenkilometern, so die Polizei, auf den mindestens 100 Kilogramm schweren Gegenstand aufgefahren, trotz einer vom Lokführer noch eingeleiteten Notbremsung. Verletzt wurde niemand – und auch der Sachschaden ist vergleichsweise gering.

Bahnlinie war für zwei Stunden gesperrt

Und trotzdem beschäftigt der Unfall die Bundespolizei in Würzburg. Die zentrale Frage der Ermittlungen: Wie kam der Betonklotz auf die Gleise? Die Polizei beschreibt den Gegenstand als „Abdeckung eines Kabelschachts” mit den Maßen 60 Mal 80 Zentimeter.

Die Bahnstrecke, eine der belebtesten in ganz Deutschland, war für rund zwei Stunden voll gesperrt – ausgerechnet am Katholikentag in Würzburg. Der betroffene Güterzug konnte nach der Kollision seine Fahrt fortsetzen, heißt es von der Pressestelle der Deutschen Bahn in Berlin.

Vorsatz ist nicht ausgeschlossen

Die Bundespolizei Würzburg schließt auch einen Anschlag beziehungsweise einen Sabotageakt derweil nicht aus: Denn die Polizisten gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass das Betonteil mutwillig auf die Gleise gelegt worden war, was eine vorsätzliche Straftat darstellen würde.

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Ermittelt wird wegen „gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr”. Die Bundespolizei Würzburg bittet die Bevölkerung entsprechend um Mithilfe: Wer zwischen Markt Einersheim und Markt Bibart verdächtige Beobachtungen an der Bahnlinie gemacht hat oder anderweitig sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/322591111 zu melden.

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