2:2 nach 0:2 - Werder schafft die nächste Aufholjagd | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.10.2026 17:40

2:2 nach 0:2 - Werder schafft die nächste Aufholjagd

Niclas Füllkrug trifft per Elfmeter zum 2:2 für Werder Bremen. (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)
Niclas Füllkrug trifft per Elfmeter zum 2:2 für Werder Bremen. (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)
Niclas Füllkrug trifft per Elfmeter zum 2:2 für Werder Bremen. (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Werder Bremen hat in der Fußball-Bundesliga eine besondere Bestmarke aufgestellt. Beim 2:2 (0:2) gegen den SC Paderborn holte das Team des erneut erfolgreichen Niclas Füllkrug im dritten Spiel nacheinander einen 0:2-Rückstand auf. Das war zuvor in der langen Bundesliga-Geschichte noch keinem Team gelungen. Werder schaffte das zuletzt schon gegen Borussia Dortmund (2:2) und den FC Augsburg (3:2).

Die Aufholjagd durch die nächsten beiden Füllkrug-Tore in der 59. und 66. Minute (Handelfmeter) fiel auch noch genau auf den 100. Geburtstag des Bremer Weserstadions. Werder-Heimspiele sind seit dieser Saison wieder Feiertage.

Stefano Marino (18.) und Steffen Tigges (30.) brachten den Aufsteiger zuvor in Führung. Werder vergab vor 40.517 Zuschauern aber schon in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen.

Werder feiert 100 Jahre Weserstadion

Ihr Stadionjubiläum feierten die Bremer zwar schon einmal während der Länderspiel-Pause mit einem Legenden-Spiel gegen Real Madrid. Am 17. Oktober 1926 wurde auf dem Platz an der Weser aber tatsächlich zum ersten Mal ein Fußballspiel ausgetragen. Genau 100 Jahre später erinnerten die Werder-Fans daran mit einem grün-weißen Konfettiregen beim Einlauf beider Teams. Die Spieler liefen dazu mit einem weißen Jubiläumstrikot auf.

Nach dem Anpfiff jedoch verhielt sich Werder zunächst jedoch wie jemand, der auf seiner eigenen Party ein wenig zu viel getrunken hat: ungestüm, draufgängerisch - aber auch in vielen Situationen sehr fahrlässig.

In der sechsten Minute passten die Bremer zum ersten Mal nicht auf: Auf einmal kam Tigges aus spitzem Winkel frei zum Schuss und scheiterte an Torwart Karl Hein.

Vorne verspielt, hinten nachlässig

Im Spiel nach vorn strotze Werder zeitweise vor Spiellaune und Dynamik. Nach einem schönen Angriff über Chuki und Arthur bekam Füllkrug in der 12. Minute seine erste Schusschance. Nach einem Steilpass von Ludovit Reis lief Marco Grüll sogar ganz allein auf das Paderborner Tor zu. Torwart Nahuel Noll parierte aber sowohl den Abschluss des Österreichers als auch den Nachschuss von Chuki (15.).

Vorne war Werder zu verspielt - und hinten zu nachlässig: Dem 0:1 ging ein eigener Ballverlust voraus, dem 0:2 eine Unaufmerksamkeit nach einem Paderborner Einwurf.

Solche Konzentrationsmängel zeigten sich auch in der gegnerischen Hälfte. In der 34. Minute stand Chuki zentral vor dem Paderborner Tor völlig frei, aber der Querpass auf ihn kam viel zu unpräzise. So scheiterte auch der Spanier am starken Torwart Noll - genau wie kurz vor der Pause noch einmal Arthur (41.).

Pfostenschuss in der Nachspielzeit

Zur Halbzeit brachte Daniel Thioune den lange verletzten Mitchell Weiser (46.). Die Erinnerung, dass Werder dank seines späten Siegtores auch das Spiel gegen Augsburg gedreht hatte, spielte ebenfalls mit.

Keine 20 Minuten später stand es tatsächlich 2:2 und Werder drängte nun mit aller Macht auf das dritte Tor. Doch die Chancen darauf hatten nicht mehr die Qualität der ersten Halbzeit. Zwei Schüsse von Weiser waren kein Problem für Noll (77./81.). Nur Füllkrug verlangte dem Paderborner Torwart noch einmal alles ab (81.). Völlig frei kam der Torjäger in zentraler Position zum Schuss.

Paderborn wurde in der zweiten Halbzeit nur noch einmal gefährlich - mit seinem Volleyschuss traf Rayan Philippe in der Nachspielzeit aber nur den Pfosten (90.+1).

© dpa-infocom, dpa:261017-930-854796/1


Von dpa
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