23. LeseLust in Ansbach: Horst Prosch ermuntert zum Selberschreiben | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 17.04.2026 17:50

23. LeseLust in Ansbach: Horst Prosch ermuntert zum Selberschreiben

Was nervt bei einer Lesung am meisten? Für Horst Prosch ist das aus der Sicht eines Autors glasklar: nicht sprudelndes Mineralwasser, nicht schlechte Beleuchtung, nein, ein Tisch, ein Stuhl, der wackelt, vielleicht sogar quietscht. „Grauenhaft”, sagt Prosch, steht auf und packt den grünen Stuhl, auf dem er eben noch gesessen ist.

Selbst ist der Autor. Humor hat er auch. Flugs ist der Stuhl umgedreht. Beine in die Höh'. Filzgleiter drauf. Ausgewackelt. Die kleine Performance ist ein Einweihungsakt. Der grüne Stuhl und der grüne Tisch dazu fungieren bei der LeseLust im Ansbacher Kunsthaus als geschreinerte Einladung zum Selberschreiben. Wer mag, darf sich hinsetzen und etwas zu Papier bringen oder in den Laptop tippen.

Das Glück des Schreibens

Eben darauf macht Prosch bei der LeseLust dann auch Lust. Am grünen Tisch spricht der Wolframs-Eschenbacher, der im Brotberuf Bilanzbuchhalter ist, vom Autorenleben und vom Glück des Schreibens. Er erklärt auch Handwerkliches, etwa, wie gute erste Sätze funktionieren. Mit eigenen Beispielen kann er das bestens illustrieren. An Auswahl mangelt es nicht. Die Stapel seiner Bücher haben längst eine stattliche Höhe erreicht.

Einen Aktenordner mit einem unveröffentlichten Typoskript hat er auch dabei. „Hinter.Unter.Ober.Tal” heißt der Roman über ein geplantes Familientreffen. Prosch erzählt anschaulich die Vorgeschichte aus den Perspektiven der Figuren. Das macht neugierig. Außerdem erinnert er an die ehemalige Ansbacher Autorengruppe, die Angela Baumann ins Leben gerufen hatte und zu der er gehörte. Er wirbt dafür, dass sich wieder eine formiert.

Das könnte Sie auch interessieren
Heiter und nachdenklich: Lesung von Ulrich Rach in LeutershausenLyrisches Allerlei mit Musik in Rothenburg: Fritz Klingler liest im Burgtortheater„Märchenhafte Rätsel-Rallye” in Ansbachs Innenstadt: Großer Erfolg für die AktionWarten auf Alarm im Krieg: Ein Herrieder und ein Lichtenauer leben in JerusalemNeuer Rekord: Über 75.963 Ausleihen im Jahr 2025 in der Feuchtwanger StadtbüchereiEin Amerikaner in Mittelfranken: Erstes Buch mit viel Sinn für Humor geschriebenWechsel an der Spitze: Bücherei Wolframs-Eschenbach schlägt ein neues Kapitel aufJunge Poeten begeistern bei erstem Uffenheimer Lyrikwettbewerb zum Thema ToleranzDie „märchenhafte Rätsel-Rallye” in Ansbach: Bis zum 28. Februar locken GewinneNomaden-Trilogie: Neustädter Autor Jonas Pöltl veröffentlicht neues BuchLions-Bücherflohmarkt in Ansbachs Brücken-Center: Am Samstag ist er noch geöffnetSchauspieler erkrankt: Lesung der „Kreuzgangspiele extra” in Feuchtwangen abgesagtEröffnung der 29. LesArt in Ansbach: Alle Veranstaltungen bereits ausverkauft„Give peace a chance”: Kulturnacht in Dinkelsbühl setzt ein Zeichen für FriedenKrimi im Wolframs-Eschenbach: Horst Prosch und sein „Mörderisches Dutzend”
Ermunterte zum Selberschreiben: der Autor Horst Prosch. (Foto: Thomas Wirth)
Ermunterte zum Selberschreiben: der Autor Horst Prosch. (Foto: Thomas Wirth)
Ermunterte zum Selberschreiben: der Autor Horst Prosch. (Foto: Thomas Wirth)

Thomas Wirth
Thomas Wirth
Redakteur im Ressort „Kultur“
north