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24 Hektar Agri-PV bei Rothenburg geplant: Hier soll Getreide im Solarpark wachsen

Bei klassischen Freiflächen-Photovoltaikanlagen wie auf dem Foto ist der Abstand zwischen den Modulreihen relativ knapp bemessen. Es gibt aber auch Anordnungen mit deutlich mehr Platz dazwischen - Stichwort Agri-PV.  (Foto: Jim Albright)
Bei klassischen Freiflächen-Photovoltaikanlagen wie auf dem Foto ist der Abstand zwischen den Modulreihen relativ knapp bemessen. Es gibt aber auch Anordnungen mit deutlich mehr Platz dazwischen - Stichwort Agri-PV. (Foto: Jim Albright)
Bei klassischen Freiflächen-Photovoltaikanlagen wie auf dem Foto ist der Abstand zwischen den Modulreihen relativ knapp bemessen. Es gibt aber auch Anordnungen mit deutlich mehr Platz dazwischen - Stichwort Agri-PV. (Foto: Jim Albright)

In der Gemarkung Leuzenbronn ist ein neuer Solarpark im Gespräch. Der Stadtrat gab grünes Licht für den Eintritt in die entsprechende Bebauungsplanung. Es geht um eine Gesamtfläche von 24 Hektar. Geplant ist dort aber keine klassische Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, sondern eine bisher weniger geläufige Sonderform.

Das Stichwort lautet Agri-PV. Bei dieser Variante sind die Modulreihen so angeordnet, dass dazwischen genug Platz für landwirtschaftliche Nutzung bleibt, etwa für Getreide-Anbau. Die Gassen wären auch breit genug für Mähdrescher.

Hinter dem bei Schnepfendorf geplanten Vorhaben steht ein auf solche Agri-PV-Anlagen spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in München. Marco Mielenz, einer der Geschäftsführer, erläuterte in der Ratsrunde Details. Demnach würden die Modul-Reihen von der Gesamtfläche nur etwa zehn Prozent belegen. Das mache diese Photovoltaik-Variante mit Blick auf die landwirtschaftliche Flächenkonkurrenz deutlich verträglicher.

Vorteil mit Blick auf die Netzbelastung

Überdies seien die Flächen zum jeweiligen Sonnenstand hin ausrichtbar, morgens nach Osten und abends dann nach Westen. Dadurch lasse sich Strom vor allem in den Tagesphasen gewinnen, in welchen von den nach Süden ausgerichteten klassischen PV-Anlagen wenig komme. Das sei auch ein Vorteil mit Blick auf die Stromnetz-Belastung, so Mielenz.

Der Stadt Rothenburg als Standortkommune winkten aus dem Betrieb der Anlage etwa 80.000 Euro pro Jahr an Gewerbesteuer sowie an EEG-Abgaben-Beteiligung. Die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens sei gesichert, auch ohne die künftig wegfallende Einspeisevergütung, beantwortete Mielenz eine Frage des Zweiten Bürgermeisters Dieter Kölle (CSU).

In der Diskussion wurde noch gefragt, ob sich Bürgerinnen und Bürger an der Investition beteiligen könnten. Das werde der Fall sein, so Mielenz. Peter Schaumann (CSU) wies hin auf Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt ohne Möglichkeit, auf ihren Dächern PV-Module zu installieren. Vielleicht lasse sich für deren Interessen etwas tun, meinte er. Die Einbindung von solchen Energy-Sharing-Modellen sei in jedem Fall das Ziel, erklärte Marco Mielenz.

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