50 Demo-Teilnehmer zu „Rad Windsheim”: Kritik an der ausbleibenden Entwicklung | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 22.09.2025 08:58

50 Demo-Teilnehmer zu „Rad Windsheim”: Kritik an der ausbleibenden Entwicklung

Bei der Rad-Demo in Bad Windsheim sind rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgefahren. (Foto: Helmut Meixner)
Bei der Rad-Demo in Bad Windsheim sind rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgefahren. (Foto: Helmut Meixner)
Bei der Rad-Demo in Bad Windsheim sind rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgefahren. (Foto: Helmut Meixner)

Viele Bad Windsheimer Bürgerinnen und Bürger haben erkannt: Was nötig ist, sind bessere und sichere Wege für Radler und Fußgänger gleichermaßen. Deswegen ist vor rund drei Jahren die Initiative „Rad Windsheim“ ins Leben gerufen worden. Nun war zur dritten Rad-Demo aufgerufen worden.

Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf Gefahrenstellen hinzuweisen und dafür zu kämpfen, dass die der Stadt vorliegenden Konzepte umgesetzt werden. Getan hat sich, wie Annemarie Bruckert feststellte, eine der Initiatorinnen der dritten Bad Windsheimer Rad-Demo, die am Freitagnachmittag am Bahnhof startete, kaum etwas: Schutzstreifen auf der Fahrbahn, Markierungen oder „echte Radwege“ sind weiterhin nicht vorhanden.

50 Radler machten sich auf den Weg

Aufgeben ist für „Rad Windsheim“ allerdings keine Option. Und so machten sich, abgesichert von zwei Streifenwagen und einer Fahrradstaffel der Polizei, rund 50 radelnde Bad Windsheimer auf den Weg, um neuralgische Punkte in der Stadt anzusteuern.

Erster Halt war der Bahnsteig am Kurpark in Richtung Steinach/Bahnhof. Als Gefahrenpunkt wurde hier der abfallende Weg vom Bahnsteig ausgemacht. Der mündet ohne jegliche Vorwarnung direkt in den Radweg. Vor Ort sind zudem die Markierungen auf dem Fuß- und Radweg schlecht zu sehen. Sie sind ausgeblichen.

Stopp an der Illesheimer Straße

Weiter führte der Weg über die Bodenfeldstraße und die Berliner Straße, ehe in der Illesheimer Straße der nächste Stopp eingelegt wurde. Andreas Buchner von „Rad Bad Windsheim” erläuterte dort nicht nur die Bedeutung von Schildern und Verkehrszeichen sowie die damit verbundenen Rechte und Pflichten der Radfahrer, sondern ermutigte seine Mitstreiter dazu, selbstbewusst am Verkehr teilzunehmen.

Wohl wissend, dass die Fahrbahnbreite in manchen Bereichen des Altstadtringes für den Bau von Radwegen nicht vorhanden ist, präsentierte Buchner Alternativen, die das Radfahren, etwa in Bereichen des Bauhofwalls oder des Südrings sicherer machen könnte – sowohl für Radler als auch für Autofahrer.

Der Schlusspunkt wurde auf dem Marktplatz gesetzt

Anders sieht es in der Nürnberger Straße oder in der Schützenstraße aus: Bei einer Fahrbahnbreite von 7,50 Metern sollte dem Anbringen einer Fahrradspur in naher Zukunft nichts entgegenstehen.

Den Schlusspunkt setzte die Demo auf dem Marktplatz. Vor dem Rathaus zeigten die Initiatoren auf, dass es sich gar nicht so schwierig darstellen würde, einen Fahrradring anzulegen, um als Radfahrer aus allen Himmelsrichtungen bequem und sicher in die Bad Windsheimer Altstadt zu gelangen.

Bei der Verwirklichung einzelner Punkte, etwa dem Anzeichnen von Schutzstreifen, könnte die Stadt, so die Ansicht von „Rad Windsheim“, rund drei Viertel der Konzeptkosten durch Zuschüsse, ohne Inanspruchnahme weiterer Haushaltsmittel, anfinanzieren.


Von HELMUT MEIXNER
north