Eine nicht alltägliche Ehrung hat es am Mittwoch bei der Hans Kupfer & Sohn GmbH gegeben. Die Verantwortlichen des Heilsbronner Familienunternehmens haben mit Antonio Silano einen Mitarbeiter geehrt, der seit einem halben Jahrhundert im Dienst der Lebensmittelexperten steht.
Es war der 2. Januar 1976, als Antonio Silano im Alter von 15 Jahren seine Arbeit bei dem damals noch kleinen Familienunternehmen aufgenommen hat. Ganz zufällig war das nicht. Zu dieser Zeit hat bereits seine Mutter bei den Kupfers gearbeitet. Der Geehrte arbeitete seitdem in der Produktion und hier vor allem im Bereich der Füllmaschinen.
Tatsächlich ist es nie der Plan von Antonio Silano gewesen, so lange bei dem Heilsbronner Familienunternehmen zu arbeiten. Eigentlich wollte er nur zwei oder drei Jahre in Heilsbronn arbeiten, um Geld zu verdienen und zu sparen. „Danach wollte ich nach Italien zurück”, erzählte er.
Wie man jetzt weiß, wurde dieses Vorhaben nie in die Tat umgesetzt. Einerseits war es der Spaß an der Arbeit, der ihn in Heilsbronn gehalten hat. Über die Jahre habe er sich ein großes Fachwissen im Bereich der Füllmaschinen angeeignet, betonte Aufsichtsrat Otto Kupfer. Auf der anderen Seite war es nach den Worten von Antonio Silano die familiäre Atmosphäre bei den Kupfers, „die es für mich ausgemacht hat”.
Eigentlich hätte sich der Geehrte bereits 2025 in die Rente verabschieden können. Aber mit 49 Dienstjahren hat ihn dann doch der Ehrgeiz gepackt. „Ich wollte die 50 Jahre voll machen”, machte er deutlich und grinste. Also hat er mit den Kupfers gesprochen und diese stimmten freilich zu.
Im Ruhestand wird ihm die tägliche Arbeit, die Routine, fehlen, ist Antonio Silano überzeugt. Aber andererseits seien „50 Jahre jetzt genug”, sagte er und lacht. Die freie Zeit wird er unter anderem für die Familie verwenden.
Otto Kupfer bedankte sich im Namen der ganzen Familie bei seinem verdienten Mitarbeiter für die jahrzehntelange Treue zum Unternehmen. Silano sei der erste Mitarbeiter, „der bei uns die 50 Jahre erreicht hat”. In diesem halben Jahrhundert habe er viele Höhen und Tiefen miterleben dürfen.
Kupfer nannte zwei Beispiele: Zum einen gab es im Jahr 1980 einen Exportauftrag von 20 Tonnen Rinderschinken nach Saudi Arabien. An vier Sams- und Sonntagen habe man diese Bestellung abgearbeitet, so Otto Kupfer. Das habe ihm gezeigt, dass er sich immer auf Antonio Silano und seine Mutter habe verlassen können, betont Kupfer. Zum anderen erwähnte er den Großbrand in der Firma im Jahr 2006, der auch für den Geehrten „besonders schlimm” war.
Kupfer nannte außerdem die privaten Verbindungen zwischen seiner Familie und den Silanos, die auch bei den Kupfers gelebt haben, und man sich in dieser Zeit gegenseitig unterstützt hat. Otto Kupfer hofft, dass man sich auch jetzt, wenn Antonio Silano nicht mehr im Betrieb ist, noch gelegentlich über den Weg läuft. Zu den 50 gemeinsamen Jahren im Unternehmen sagte er: „Es war eine tolle Zeit.”