550 Teilnehmende bei „absolut friedlichem” CSD in Ansbach – Aftershow abgesagt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 07.11.2026 12:36, aktualisiert am 07.11.2026 16:52

550 Teilnehmende bei „absolut friedlichem” CSD in Ansbach – Aftershow abgesagt

Der Winter-CSD (Christopher Street Day) in Ansbach ist seit etwa 16 Uhr beendet. Los ging es um 14 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz. Die kleine Gegendemo der „Nationalen Jugend” (NJ) formierte sich ab 13 Uhr auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz. Um den CSD zu unterstützen, fand zudem eine Zubringerdemo vom Bahnhof aus statt.

Dort versammelten sich ab 12.30 Uhr Menschen aus dem linken und antifaschistischen Spektrum. Die Gruppe wuchs bis 13 Uhr auf ungefähr 150 Personen an, eher sich der Zug in Bewegung setzte. In einem Redebeitrag kündigte Lou Stark für den 20. November in den Räumlichkeiten des Vereins zur Förderung der fränkischen Subkultur die Gründung einer queeren Beratungsstelle in Ansbach an.

Vom Bahnhofsplatz aus ging es durch die Bischof-Meister-Straße Richtung Promenade. Zu hören war neben die queere Szene unterstützenden Ausrufen auch die Forderung nach einem freien Palästina und einem freien Gazastreifen. Die Polizei leitete die Demonstration die Promenade entlang, um ein Zusammentreffen mit den rechten Gegendemonstranten zu verhindern. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich am Johann-Sebastian-Bach-Platz lediglich eine Handvoll CSD-Gegner. Bis 13.45 Uhr hatten sich knapp 15 NJ-Sympathisanten eingefunden. Enorm war hingegen die Polizeipräsenz. Schon am Bahnhof hatten sich etwa 20 Einsatzfahrzeuge befunden.

Am Samstag findet in Ansbach wieder der Winter-CSD (hier 2025) auf dem Martin-Luther-Platz statt. Auf der anderen Seite des Stadthauses wird sich die Nationale Jugend auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz zum Gegenprotest versammeln. (Archivbild: Oliver Herbst)

Winter-CSD am Samstag in Ansbach: Rechte melden Gegenprotest an – was bekannt ist

Gegen die Demonstration für Toleranz will sich die „Nationale Jugend” stellen. Dazwischen soll noch der Martinsumzug stattfinden. Womit ist zu rechnen?
05.11.2026 15:36
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Auf dem Martin-Luther-Platz angekommen, wo das Stadthaus mit der Regenbogenflagge geschmückt war, entschuldigten sich die CSD-Demonstrierenden noch bei den Händlerinnen und Händlern des Wochenmarktes, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgebaut hatten.

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550 Teilnehmende kamen zum CSD

Organisiert wurde der CSD vom städtischen Jugendrat und Frankenpride unter dem Motto „Jetzt erst recht!”. Die Polizei hatte im Vorhinein der Veranstaltungen geschätzt, dass etwa 200 Teilnehmende beim CSD und etwa 50 auf Seite der Rechten stehen werden. Am Bach-Platz zeigte die Polizei von Beginn an mit sechs Bussen Präsenz. Am Ende waren es nach Polizeiangaben zirka 450 Teilnehmende an der CSD-Veranstaltung sowie weitere rund 100, die sich der NJ entgegenstellten, während die Demonstration der extrem Rechten von 13 Personen besucht wurde.

Im Anschluss an die Kundgebungen in der Stadt setzte sich der Demonstrationszug durch die Innenstadt in Gang. Beide Seiten hatten angekündigt, laufen zu wollen – auf der gleichen Strecke. Die Polizei hatte daher geplant, die Gruppen auf Abstand zu halten.

Polizei zieht positive Bilanz

Dies gelang auch bis kurz vor Ende der Demonstration der Rechtsexstremen. Diese endete vorzeitig auf der Promenade. Die Rückkehr in die Innenstadt hatte eine Sitzblockade von rund 20 Linksautonomen verhindert. Die Abschlusskundgebung, die bis kurz nach 16 Uhr ging, war zu diesem Zeitpunkt von rund 100 linken Demonstrierenden umschlossen und wurde mit Trillerpfeifen und Trommeln übertönt. Der CSD war da offiziell schon beendet worden.

Die Polizei war allerdings mit zahlreichen Kräften vor Ort und hielt die beiden Gruppen auseinander, so dass bis zum späten Nachmittag (Stand 16.15 Uhr) alles friedlich blieb. Einsatzleiter Dieter Hegwein zog eine aus polizeilicher Sicht sehr zufriedenstellende Bilanz.

Wie Hegwein gegenüber der FLZ bestätigte, wurde die für 19 Uhr im Speckdrumm angekündigte Aftershow-Party des CSD abgesagt.

Ein bunter Demonstrationszug mit mehreren hundert Teilnehmenden zog beim CSD durch Ansbach. (Foto: Evi Lemberger)
Ein bunter Demonstrationszug mit mehreren hundert Teilnehmenden zog beim CSD durch Ansbach. (Foto: Evi Lemberger)
Ein bunter Demonstrationszug mit mehreren hundert Teilnehmenden zog beim CSD durch Ansbach. (Foto: Evi Lemberger)
Mit einem regenbogenartigen Banner zogen die CSD-Teilnehmenden durch die Ansbacher Innenstadt, hier auf der Residenzstraße. (Foto: Evi Lemberger)
Mit einem regenbogenartigen Banner zogen die CSD-Teilnehmenden durch die Ansbacher Innenstadt, hier auf der Residenzstraße. (Foto: Evi Lemberger)
Mit einem regenbogenartigen Banner zogen die CSD-Teilnehmenden durch die Ansbacher Innenstadt, hier auf der Residenzstraße. (Foto: Evi Lemberger)
Der CSD im Herzen Ansbachs begann mit einer Kundgebung.  (Foto: Evi Lemberger)
Der CSD im Herzen Ansbachs begann mit einer Kundgebung. (Foto: Evi Lemberger)
Der CSD im Herzen Ansbachs begann mit einer Kundgebung. (Foto: Evi Lemberger)
Lautstark und bunt: Ab etwa 13.30 Uhr füllte sich die Ansbacher Innenstadt.  (Foto: Evi Lemberger)
Lautstark und bunt: Ab etwa 13.30 Uhr füllte sich die Ansbacher Innenstadt. (Foto: Evi Lemberger)
Lautstark und bunt: Ab etwa 13.30 Uhr füllte sich die Ansbacher Innenstadt. (Foto: Evi Lemberger)
Am Bahnhof trafen gegen Mittag erste Gruppen ein, die dann gemeinsam in die Stadt zum CSD zogen. (Foto: Evi Lemberger)
Am Bahnhof trafen gegen Mittag erste Gruppen ein, die dann gemeinsam in die Stadt zum CSD zogen. (Foto: Evi Lemberger)
Am Bahnhof trafen gegen Mittag erste Gruppen ein, die dann gemeinsam in die Stadt zum CSD zogen. (Foto: Evi Lemberger)
„Make racists afraid again”: Die Statements gegen die „Nationale Jugend” sind klar. (Foto: Evi Lemberger)
„Make racists afraid again”: Die Statements gegen die „Nationale Jugend” sind klar. (Foto: Evi Lemberger)
„Make racists afraid again”: Die Statements gegen die „Nationale Jugend” sind klar. (Foto: Evi Lemberger)
Nur um die 15 Gegnerinnen und Gegner des CSD fanden sich in der Ansbacher Innenstadt ein.  (Foto: Anna Beigel)
Nur um die 15 Gegnerinnen und Gegner des CSD fanden sich in der Ansbacher Innenstadt ein. (Foto: Anna Beigel)
Nur um die 15 Gegnerinnen und Gegner des CSD fanden sich in der Ansbacher Innenstadt ein. (Foto: Anna Beigel)
Am Johann-Sebastian-Bach-Platz standen sich die sowohl in Weltanschauung als auch in zahlenmäßiger Größe gegensätzlichen Gruppierungen gegenüber, auf Abstand gehalten von Polizeikräften. (Foto: Mirko Fryska)
Am Johann-Sebastian-Bach-Platz standen sich die sowohl in Weltanschauung als auch in zahlenmäßiger Größe gegensätzlichen Gruppierungen gegenüber, auf Abstand gehalten von Polizeikräften. (Foto: Mirko Fryska)
Am Johann-Sebastian-Bach-Platz standen sich die sowohl in Weltanschauung als auch in zahlenmäßiger Größe gegensätzlichen Gruppierungen gegenüber, auf Abstand gehalten von Polizeikräften. (Foto: Mirko Fryska)
Auf der Promenade gaben die Jungnationalen ihre Abschlusskundgebung vor überschaubarer Zuhörerkulisse. (Foto: Anna Beigel)
Auf der Promenade gaben die Jungnationalen ihre Abschlusskundgebung vor überschaubarer Zuhörerkulisse. (Foto: Anna Beigel)
Auf der Promenade gaben die Jungnationalen ihre Abschlusskundgebung vor überschaubarer Zuhörerkulisse. (Foto: Anna Beigel)

Von abl/pz
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