Mit einem bunten Festprogramm hat Bayerns Polizei in München ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verwies darauf, dass der Freistaat im bundesweiten Vergleich seit Jahren die niedrigste Kriminalitätsbelastung und zugleich die höchste Aufklärungsquote aufweise. Dies sei das Ergebnis einer langfristigen Sicherheitsstrategie und der Arbeit der Polizei.
Die aktuell größte Herausforderung bestehe darin, die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu wahren und gleichzeitig entschlossen auf neue Bedrohungen insbesondere im digitalen Raum zu reagieren, sagte der Minister. „Die polizeiliche Arbeit ist komplexer geworden - von digitalen Beweismitteln über Echtzeitkommunikation bis hin zur Bekämpfung von Cyberkriminalität.“
Die Jubiläumsveranstaltung bot Einblicke in die Arbeit der Polizei. Gezeigt wurden unter anderem eine Drohnenshow, Vorführungen von Motorradstaffel, berittener Polizei und Diensthunden.
In einer Aktion eines Spezialeinsatzkommandos wurde Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (CSU) – im weißen Hemd und Anzug - aus einem Fenster des Ministeriums im ersten Stock abgeseilt.
Wegen der Einschränkungen der Stadt München beim Wasserverbrauch wurde die Vorführung der Polizeitaucher allerdings gestrichen - Pools dürfen derzeit nicht mit Wasser gefüllt werden.
Ihren ersten offiziellen Einsatz hatte bei der Festveranstaltung auch die „erste Ape der bayerischen Polizei“. Das Augsburger Polizeipräsidium hat sich das italienische Kultgefährt zur Öffentlichkeitsarbeit zugelegt.
Der 15 Jahre alte Kleintransporter wurde im Polizeistil designt und etwas umgebaut. Auf der Ladefläche kann eine Espressomaschine betrieben werden. Damit will die Augsburger Polizei bei Veranstaltungen Kaffee servieren – und so mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.
Die Ape (auf Deutsch: Biene) ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Kleinfahrzeug in Italien. Der dreirädrige Mini-Transporter ist eng verwandt mit der Vespa (Wespe) und stammt wie der Roller vom Hersteller Piaggio.
Das Polizeifahrzeug hat 2,45 PS und erreicht theoretisch bis zu 38 Kilometer pro Stunde. Wegen seines hohen Aufbaus sei es jedoch sehr instabil, teilten die Beamten mit. Daher wird es in der Regel auf einem Anhänger zum Einsatzort gebracht. Die Augsburger Polizei will die Ape künftig auch an Dienststellen in anderen Landesteilen ausleihen.
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