Alexander Hold: TV-Comeback und Landtagsarbeit vereinbar | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 03.07.2026 16:02

Alexander Hold: TV-Comeback und Landtagsarbeit vereinbar

Hold ist Abgeordneter der Freien Wähler und derzeit Vizepräsident des Bayerischen Landtags. (Archivbild) (Foto: Christoph Trost/dpa)
Hold ist Abgeordneter der Freien Wähler und derzeit Vizepräsident des Bayerischen Landtags. (Archivbild) (Foto: Christoph Trost/dpa)
Hold ist Abgeordneter der Freien Wähler und derzeit Vizepräsident des Bayerischen Landtags. (Archivbild) (Foto: Christoph Trost/dpa)

Nach gut 13 Jahren holt Sat.1 einen Fernsehklassiker zurück ins Programm: Der Sender setzt auf Alexander Hold und eine Neuauflage von dessen Gerichtsshow. Das überrascht insofern, als dass der Jurist nach dem Ende seiner sogenannten Court-Show „Richter Alexander Hold“ im Jahr 2013 eine Politikkarriere eingeschlagen hat. Der echte Richter ist Abgeordneter der Freien Wähler und derzeit sogar Vizepräsident des Bayerischen Landtags.

„Es muss sich niemand Sorgen machen, dass ich irgendwie auch nur eine Landtagssitzung oder einen anderen politischen Termin verpassen werde, weil ich tatsächlich nur in meiner Freizeit, in den Ferien, drehen werde“, sagte Hold (64) zu seinem TV-Comeback der Deutschen Presse-Agentur. Produziert wird die Neuauflage von der Firma Filmpool Entertainment.

„Alle anderen Aufgaben werden darunter sicherlich nicht leiden“

„Ich habe die feste Zusage und auch die Gewissheit, dass Sender und Produktionsfirma alles tun, dass es für mich und für mein übriges Leben, für meine anderen Aufgaben keinerlei Einschränkung ist. Das größte Thema ist tatsächlich, das mit meiner Familie unter einen Hut zu bekommen, aber alle anderen Aufgaben werden darunter sicherlich nicht leiden.“

Sat.1 habe die letzten Jahre intensiv versucht, ihn wiederzugewinnen, nachdem die alten Folgen mit sogar steigendem Erfolg im Programm gelaufen seien, sagte Hold. Inzwischen liefen die alten Folgen fünf Stunden am Tag in Sat.1, teilweise sogar als Marktführer. Da liege es natürlich nahe, an neue Folgen zu denken. „Natürlich bildet so ein Format den Justizalltag nicht eins zu eins ab, aber dass die Sendung mit über 2.000 Folgen und nach 25 Jahren immer noch erfolgreich ist, das zeigt, dass das Format eine gewisse innere Stärke hat.“ 

Er habe das immer wieder festgestellt, dass es auf unterhaltsame Weise mit einer solchen Sendung möglich sei, den Menschen Justiz, das Streben nach Wahrheit und vor allem nach Gerechtigkeit nahezubringen, sagte Hold.

Spitze gegen Söder

„Natürlich hat mir das immer Freude gemacht, und wenn es eben vereinbar ist mit dem, was ich sonst so mache, dann drehe ich gerne wieder ein bisschen nebenbei“, so Hold. 

In Anspielung auf Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte Hold außerdem: „Wenn ein Ministerpräsident bei „Dahoam is Dahoam” mitspielt oder einen Film mit Hape Kerkeling dreht, ich glaube, dann kann Alexander Hold auch gerne wieder nebenbei in den Ferien das machen, was er lange gemacht hat. Und wofür ich, da ich aus der Justiz komme, auch prädestiniert bin.“

Die Neuauflage von „Richter Alexander Hold“ - ein genauer Starttermin steht noch nicht fest - wurde am Donnerstag in Düsseldorf bekanntgegeben. Dort hatten viele Sender und TV-Anbieter ihre Highlights der kommenden Monate einem Fachpublikum und Werbekunden beim Screenforce Festival vorgestellt.

Branchendienste sehen bei den Privatsendern derzeit einen Nostalgie-Trend Richtung 90er und Nullerjahre. Das Portal „DWDL.de“ etwa mutmaßte, dass Sat.1 wohl neidisch zu RTL blicke, wo Ex-Sat.1-Richterin Barbara Salesch inzwischen ziemlich erfolgreich ihre Urteile fälle.

© dpa-infocom, dpa:260703-930-329790/1


Von dpa
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