Angefressener Klose klagt seine Spieler an: „Viel zu träge“ | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 12.04.2026 10:52

Angefressener Klose klagt seine Spieler an: „Viel zu träge“

Nachdenklich am Spielfeldrand: Miroslav Klose. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Nachdenklich am Spielfeldrand: Miroslav Klose. (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Nachdenklich am Spielfeldrand: Miroslav Klose. (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Miroslav Klose war nach dem mauen Auftritt seiner Mannschaft so angefressen, dass er nicht mal über eine ausgebliebene Rote Karte für den Gegner schimpfen mochte. „Ich bin davon überzeugt: Auch wenn wir mit einem Mann mehr gespielt hätte, wäre es heute schwer geworden, so wie wir gespielt haben“, grantelte der Trainer des 1. FC Nürnberg nach dem 0:2 (0:0) in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Abstiegskandidaten Dynamo Dresden. Und der 47-Jährige lag mit dieser These vermutlich richtig.

Beim Stand von 0:0 war der pfeilschnelle Mohamed Ali Zoma nach einem energischen Zweikampf an Julian Pauli vorbei, als ihn der Dynamo-Verteidiger zu Fall brachte. Pauli war dabei letzter Mann. Schiedsrichter Felix Bickel winkte jedoch sofort ab, der Video-Assistent griff nicht ein. 

Aufreger-Szene mit Zoma - Schiri zückt kein Rot

„Natürlich kann man das auch anders pfeifen“, sagte Klose zu der Aufreger-Szene in der ersten Hälfte. „Aber die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen, da bin ich immer der Allerletzte“, führte Klose aus. 

Die Schuldfrage am Samstag beantwortete er anders. Klose kreidete seinen Profis die „völlig verdiente“ Niederlage beim Hochrisikospiel im ausverkauften Max-Morlock-Stadion an. „Es war viel zu träge von uns. Dresden war auch vom Kopf her einen Schritt schneller und aktiver. Es geht darum, wer es mehr will. Und das haben wir nicht gesehen von meiner Mannschaft“, klagte Klose.

Spielmacher Julian Justvan stimmte seinem Trainer vollumfänglich zu: „Das war einfach zu wenig.“ Dabei ist die Saison mit 37 Punkten noch nicht gelaufen. „Jedem muss bewusst sein, dass es noch nicht vorbei ist“, mahnte Justvan. 

Koudossous Selbstanklage nach Eigentor

Gegen Dresden schlug sich der „Club“ auch noch selbst. Henri Koudossou leitete die Niederlage mit einem Eigentor in der 55. Minute ein. „Ich bin extrem sauer auf mich. Das war einfach komplett unnötig. Ich hätte den Ball mit links klären können. Es tut mir leid für die Mannschaft“, sagte der Außenverteidiger. 

Nach einer Ecke fing sich die weit aufgerückte FCN-Elf dann noch ein Kontertor von Ben Bobzien zum 0:2 ein (83.). „Wir wissen, dass wir mal ein Spiel verlieren können. Aber die Art und Weise ist immer das Entscheidende“, rügte Klose.

Spielmacher Justvan wurde nach dem „Club“-Aussetzer grundsätzlich. „Es kann nicht sein, dass wir immer nur gut spielen, wenn wir müssen“, sagte der 28-Jährige zu einem Kernproblem des Nürnberger Teams. „Wir wollen uns weiterentwickeln, auch mit Blick auf die kommende Saison. Und der Trend sollte bei einer Entwicklung stetig nach oben gehen. Bei uns geht es auf und ab.“

© dpa-infocom, dpa:260412-930-934118/1


Von dpa
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