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Veröffentlicht am 13.03.2024 14:15

Ansbacher Gründerzentrum ANswerk zieht in Ex-Garage

An einen neuen Arbeitsweg müssen sich Netzwerkmanager Rüdiger Busch und seine Gründer-Teams nicht gewöhnen. Das ANswerk zieht zwar um, aber die neuen Räume befinden sich ebenfalls im Posthof – direkt gegenüber. Wo derzeit noch die letzten Arbeiten erledigt werden, sollen ab 1. April die Köpfe bei der Entwicklung neuer Unternehmensideen rauchen.

Mit der Entwicklung des ANswerks sind die Wirtschaftsförderer Christoph Albrecht (Stadt Ansbach) und Thomas Merkel (Landkreis Ansbach) höchst zufrieden. Das „gesunde Wachstum“ sei auch der Grund, weshalb das gemeinschaftliche Projekt neue Räume brauche, stellt Thomas Merkel fest.

Früher als Garagen für Postautos genutzt

Auf insgesamt 592 Quadratmetern – rund 300 mehr als bisher – breitet sich das digitale Gründerzentrum neuerdings aus. Die Fläche ist angemietet. Ihr Vorleben sieht man den frisch gestrichenen Räumen nicht mehr an: Früher dienten sie als Garagen, geparkt wurden darin einst Postautos, später die Fahrzeuge der Angestellten.

Der Umbau startete im August 2023 und befindet sich nun in den letzten Zügen. Anfang April beziehen die Teams ihre neue Wirkungsstätte. Die bisherigen vier Gründer-Büros werden um zwei weitere aufgestockt, davon ist aktuell noch eines frei. Die alten Flächen gibt man auf – dort soll bald ein regionales Unternehmen einziehen. Genaueres will Christoph Albrecht noch nicht verraten.

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Von den Gründern ziehen – bis auf einen – alle mit um. Ein wenig Fluktuation ist laut Christoph Albrecht durchaus gewünscht. „Uns geht es darum, den Gründern die besten Möglichkeiten zu bieten. Wir sehen uns als kurzzeitige Verweilstätte für wachsende junge Unternehmen.“

Größere Flächen für Veranstaltungen

Das Hauptaugenmerk am neuen Standort liegt auf einer Ausdehnung von Konferenzräumen und Eventflächen. Bisher fanden größere Veranstaltungen im Hof statt – jetzt ist das Gründerzentrum endlich unabhängig von Wetter und Jahreszeit.

Der Eingangsbereich wird als Lounge mit Sitzmöbeln gestaltet. Auch eine Küche wird dort eingerichtet, außerdem ist Platz für eine Bühne. Die Fläche soll, beispielsweise bei Workshops, als Eventbereich dienen, erläutert Rüdiger Busch. Sie soll aber auch ein Ort sein, an dem sich die Teams, die hier ihre Büros haben, zusammensetzen und austauschen können.

Die Besprechungsräume sind auf unterschiedliche Gruppengrößen ausgelegt. Sie werden nicht nur für die ANswerk-Veranstaltungen genutzt, sondern zum Beispiel auch an Unternehmen für Tagungen vermietet.

Austausch im kreativen Umfeld

In einem Kreativraum, der noch mit Bühne, Sitzfläche und Monitoren ausgestattet wird, ist Platz, „um sich in einem kreativen Umfeld auszutauschen“, freut sich Busch. Gedacht ist er für Workshops, Präsentationen oder Design-Thinking – eine systematische Herangehensweise zur Lösung von komplexen Problemen. Der Netzwerkmanager hofft, dass dieses Angebot auch von der Hochschule rege genutzt wird, denn das ANswerk arbeitet eng mit der dortigen Gründungsberatung zusammen.

Die meisten der neuen Räume sind lichtdurchflutet – doch ein Zimmer ist fensterlos und dunkel. Das scheinbare Manko weiß man gut zu nutzen. Daraus soll ein Green-Screen-Raum werden, erzählt Rüdiger Busch, in dem Videos oder Podcasts aufgenommen werden können.

Im neuen Jahr bietet das ANswerk wieder eine ganze Reihe an Veranstaltungen, darunter auch die kostenlose Workshop-Reihe „Business Development Booster“. Die Teilnehmer beschäftigen sich dabei schwerpunktmäßig mit dem Gründen im Nebenerwerb.

Sind stolz auf das neue Domizil des ANswerks (von links): Christoph Albrecht, Rüdiger Busch und Thomas Merkel im Eingangsbereich. (Foto: Andrea Walke)
Sind stolz auf das neue Domizil des ANswerks (von links): Christoph Albrecht, Rüdiger Busch und Thomas Merkel im Eingangsbereich. (Foto: Andrea Walke)
Sind stolz auf das neue Domizil des ANswerks (von links): Christoph Albrecht, Rüdiger Busch und Thomas Merkel im Eingangsbereich. (Foto: Andrea Walke)

Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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