Auch nach der verlängerten Totalsperrung zur Inbetriebnahme des neuen Ansbacher Stellwerks müssen sich Bahnreisende und Pendelnde weiter auf Einschränkungen gefasst machen. Details hat die Ansbacher SPD im Online-Fahrplan aufgespürt.
Seit Dienstag und noch bis zum 25. März fallen alle IC-Züge in Richtung Stuttgart und Nürnberg aus. Vom 18. April bis zum 9. Juli findet sich in der Fahrplanauskunft nur noch eine S-Bahn-Fahrt zwischen Ansbach und Nürnberg pro Stunde. Die Ansbacher SPD teilt mit, dass sie diese erneuten Angebotseinschränkungen stark kritisiert.
Kathrin Pollack, Generalsekretärin der Bayern-SPD und Vorsitzende in Ansbach, erklärt: „Es ist völlig unverständlich, warum es jetzt schon wieder zu Einschränkungen am Ansbacher Bahnhalt kommen soll. Für Bahnreisende ab Ansbach sind die IC-Züge wichtige Zubringer für Verbindungen in viele deutsche und europäische Großstädte.“ Der Fraktionsvorsitzende Martin Porzner ergänzt: „Die SPD hat sich schon immer für ein gutes Fernverkehrsangebot in Ansbach starkgemacht und wird das auch weiterhin tun.“
Viele Ansbacherinnen und Ansbacher pendeln laut SPD mit der Bahn. „Die S-Bahn mit ihrem dichten Takt ist ein wichtiger Standortfaktor für die Attraktivität Ansbachs. Aber eine S-Bahn, die nicht fährt, bringt keinem was. Die geplanten Einschränkungen müssen zurückgenommen oder zumindest kompensiert werden”, erklärt Michael Jakob, Oberbürgermeister-Kandidat, der selbst häufig die Deutsche-Bahn-Verbindung nutzt. Insbesondere mit Blick auf die 2028 anstehende Generalsanierung der Strecke Treuchtlingen – Würzburg sollte der Anspruch sein, im Vorfeld die Einschränkungen für Ansbacher Pendelnde und Bahnreisende so gering wie möglich zu halten.
Bastian Wojek, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Ansbach-Land und Landratskandidat, ergänzt: „Die S-Bahn ist eine wichtige Lebensader für die ganze Region Westmittelfranken. Viele Gemeinden haben in den letzten Jahren viel Geld in attraktive Bahnhalte investiert. Wenn jetzt aber die Züge mehr ausfallen, als dass sie fahren, ist das ein Bärendienst für die S-Bahn-Anrainer-Kommunen.“
Um gegen die Einschränkungen zu protestieren und Aufklärungen und Verbesserungen einzufordern, habe sich die SPD schriftlich an die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die den Nahverkehr in Bayern finanziert und bestellt, sowie den Konzernbevollmächtigten der DB in Bayern gewandt.