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Veröffentlicht am 21.09.2026 16:59

Apples neuer Mac Mini im Alltagstest: Schneller und teurer

Der M6-Chip macht den Mac mini noch einmal leistungsstärker – aber die Kostenexplosion im Speichermarkt lässt auch seinen Preis steigen. (Foto: ---/Apple Inc./dpa-tmn)
Der M6-Chip macht den Mac mini noch einmal leistungsstärker – aber die Kostenexplosion im Speichermarkt lässt auch seinen Preis steigen. (Foto: ---/Apple Inc./dpa-tmn)
Der M6-Chip macht den Mac mini noch einmal leistungsstärker – aber die Kostenexplosion im Speichermarkt lässt auch seinen Preis steigen. (Foto: ---/Apple Inc./dpa-tmn)

Mit dem vor zwei Jahren neu aufgelegten Mac mini gewann Apple eine neue Fangemeinde hinzu: Experten und Unternehmen, die KI-Modelle lokal auf den kompakten Rechnern laufen lassen. Bei der jetzigen Auffrischung des Mac mini mit neuen Chips stand KI deswegen doppelt im Mittelpunkt, da auch Apple selbst neue Funktionen mit Künstlicher Intelligenz einführt. Der neue hauseigene M6-Chip unter der Haube soll das für das Gerät die Allrounder-Rolle für die Zukunft sichern. Wie gut funktioniert das?

Zunächst einmal: Äußerlich ändert sich nichts. Das Aluminium-Gehäuse hat zwei USB-C-Ports und eine Ohrhörer-Buchse auf der Vorderseite. Auf der Rückseite befinden sich drei Thunderbolt-4-Anschlüsse und ein HDMI-Ausgang. Der Mac mini kann weiterhin bis zu drei angeschlossene Monitore unterstützen.

Spürbar schneller in Tests 

Das eigentliche Herzstück der Neuauflage ist der Chip. Der M6 hat mehr Rechenkerne, ist energieeffizienter und kann schneller Speicherdaten übertragen. In verschiedenen Benchmark-Tests - etwa Geekbench und Cinebench - schneidet der Mac mini mit M6-Chipsystem kontinuierlich deutlich besser ab als sein M4-Vorgänger. Solche Tests sind nicht unbedingt direkt auf die Leistung im realen Betrieb übertragbar, aber geben Aufschluss über das technische Potenzial.

Das macht sich auch bei konkreten Anwendungen wie etwa dem Export von 4K-Video aus einer Videoschnitt-App bemerkbar, der beim M6-Modell etwas weniger Zeit braucht. Bei Bild- und Videobearbeitung gerät der neue Mac mini nicht ins Schwitzen - und ebenso wenig bei Apples neuen KI-Funktionen wie der verbesserten Assistenzsoftware Siri. Gewöhnliche Alltagsnutzer allerdings dürften den Leistungsgewinn im Vergleich zum M4-Modell nur selten merken oder ausreizen. Gemessen an früheren Chipgenerationen wie insbesondere dem M1 ist der Unterschied stärker spürbar.

Deutlicher Preiseinstieg

Vor zwei Jahren war der Mac mini mit M4-Chip nicht nur der günstigste Einstiegsweg in die Welt der Apple-Computer, sondern wirkte angesichts seiner Leistung mit dem Preis ab 699 Euro auch insgesamt wie ein ausgezeichneter Deal. Solche Preise gibt es nicht mehr. Der rapide Ausbau der Rechenzentren für Künstliche Intelligenz machte Speicherchips viel teurer, was die gesamte Elektronik-Industrie zu spüren bekommt. 

Der Einstiegspreis für den Mac mini mit M6-Chip liegt nun bei 1.049 Euro - und man bekommt dafür 16 Gigabyte RAM-Arbeitsspeicher und 256 GB Speicherplatz. Die hier getestete Version mit 24 GB RAM und 512 GB Speicher schlägt schon mit 1.489 Euro zu Buche. Angesichts der allgemeinen Kostenexplosion sind es immer noch vertretbare Preise für einen leistungsstarken und langlebigen Computer - aber das Angebot ist eben nicht mehr so attraktiv wie vor zwei Jahren.

© dpa-infocom, dpa:260921-930-721765/1


Von dpa
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