Asiatische Hornisse in Rothenburgs Altstadt gesichtet: Worauf Sie achten sollten | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.07.2026 16:27

Asiatische Hornisse in Rothenburgs Altstadt gesichtet: Worauf Sie achten sollten

Die Asiatische Hornisse ist zum zweiten Mal im Landkreis Ansbach aufgetaucht, diesmal in der Rothenburger Altstadt.  (Foto: Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau)
Die Asiatische Hornisse ist zum zweiten Mal im Landkreis Ansbach aufgetaucht, diesmal in der Rothenburger Altstadt. (Foto: Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau)
Die Asiatische Hornisse ist zum zweiten Mal im Landkreis Ansbach aufgetaucht, diesmal in der Rothenburger Altstadt. (Foto: Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau)

Im Rothenburger Altstadtgebiet sind Exemplare der Asiatischen Hornisse gesichtet worden – im Gegensatz zur heimischen Hornisse ein gefährlicher Schädling. Es ist der zweite Fall im Landkreis Ansbach.

Marcel Budaker ist der Vorsitzende des Zeidlervereins 1868 Rothenburg und einer von acht zertifizierten Entfernern von Nestern der Asiatischen Hornisse im Gebiet Rothenburg/Gebsattel. Er bestätigte gegenüber der Redaktion, dass dem Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim mehrere Tiere im Rothenburger Altstadtgebiet gemeldet wurden. Die LWG hat dafür extra eine Website eingerichtet: www.beewarned.de.

Erstmeldung im Landkreis aus Flachslanden

Erstmals wurde die Asiatische Hornisse im Landkreis Ansbach Anfang September 2025 in Flachslanden nachgewiesen. Budaker zufolge ist die Rothenburger Hornisse der zweite Fall im Landkreis. Die aus Südostasien stammende Hornissenart (Vespa velutina nigrithorax) breitet sich in Bayern seit 2022 aus. „In Mittelfranken gibt es aktuell mehrere Fälle, genauso in Baden-Württemberg”, so der Experte. Auch im Landkreis Neustadt/Bad Windsheim gab es Sichtungen.

Die Asiatische Hornisse fängt laut der LWG Honigbienen vor ihrem Stock ab, um sie zu fressen und bereitet deshalb den Imkern Sorgen. Zudem schädigt das Tier auch andere Insekten sowie Obst. Was sie für den Menschen gefährlich macht: Sie verteidigt aggressiv ihr Nest. „Und das findet sich beispielsweise in Hecken, in Schuppen, oder auch schon mal unter einer Freibadrutsche”, so Budaker. Die Stiche können – in größerer Zahl – für den Menschen gefährlich sein.

Neststandort ist aktuell noch unklar

Wo genau in Rothenburg sich das Nest befindet, ist aktuell noch unklar. „Wir sind auf der Suche danach”, so Budaker. Dafür ist eine genaue Beobachtung der Tiere notwendig – und viel Geduld, so Budaker. Wer sich daran beteiligen möchte – dazu sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich – kann sich per E-Mail (zvr@gmx.de) an den Zeidlerverein wenden.

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Die Asiatische Hornisse hat eine schwarze Grundfärbung und ist zweieinhalb bis drei Zentimeter groß. Weitere Kennzeichen sind eine feine gelbe Binde am ersten Hinterleibsegment, breite orangene Streifen am Hinterleib und gelbe Beinenden. Sie ist im Gegensatz zur heimischen Hornisse nicht nachtaktiv und steht nicht unter Naturschutz.

Die Nestentfernung, betont Budaker, muss von geschulten Experten übernommen werden. Der Einsatz von Wespenfallen ist verboten. Dadurch würden zahlreiche andere und auch geschützte Arten, insbesondere die heimische Hornisse, getötet werden. Und das wiederum ist strafbar.

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