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Veröffentlicht am 03.02.2023 16:43

Auf Menschen übertragbare Hasenpest bei Seinsheim aufgetreten

Ein Feldhase in freier Wildbahn: Bei Wässerndorf nahe Seinsheim wurden zwei an Tularämie verendete Tiere gefunden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Ein Feldhase in freier Wildbahn: Bei Wässerndorf nahe Seinsheim wurden zwei an Tularämie verendete Tiere gefunden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Ein Feldhase in freier Wildbahn: Bei Wässerndorf nahe Seinsheim wurden zwei an Tularämie verendete Tiere gefunden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Im Gemeindegebiet von Seinsheim im Landkreis Kitzingen ist bei zwei verendeten Hasen die schwere Infektionskrankheit Tularämie festgestellt worden. Davor warnt das Landratsamt Kitzingen am Freitag in einer Pressemitteilung.

Die Hasen wurden demnach im Raum Wässerndorf, unweit der Grenze zum Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, gefunden. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersuchte die Kadaver und stieß auf Erreger der Hasenpest.

Tularämie gilt als Zoonose

Die durch das Bakterium Francisella tularensis verursachte Krankheit kommt laut der Mitteilung vorwiegend bei hasenartigen (Hasen und Kaninchen) sowie sporadisch bei Nagetieren (Mäuse, Ratten, Eichhörnchen) vor. Tularämie gilt als Zoonose. Das heißt, sie ist durch direkten Kontakt auf den Menschen übertragbar.

Dabei können Infizierte grippeartige Symptome erleiden, auch Lungenentzündungen und Lymphknotenschwellungen sind möglich. Personen, bei denen diese Anzeichen nach Wildtierkontakt auftreten, rät das Landratsamt, einen Arzt aufzusuchen und darauf hinzuweisen.

Bei Tieren führt die Hasenpest zu Fieber, Abmagerung, Schwäche und Apathie. Damit verlieren die erkrankten Nager häufig ihre natürliche Scheu.

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Das sollten Bürger jetzt beachten

Das Landratsamt Kitzingen empfiehlt nun bestimmte Verhaltensweisen: Ungeschützter Kontakt zu Wildtieren, vor allem offensichtlich erkrankten Tieren, soll vermieden, Arbeitshygiene beim Umgang mit kranken oder toten Wildtieren beachtet werden. Das gelte auch beim Umgang mit Wildbret. Fleisch sollte nur gut durchgegart verzehrt werden.


Von hir
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