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Veröffentlicht am 24.02.2026 10:35

Ausbildungsbörse am 25. September in Ansbach: Schlägt die Wirtschaftsflaute durch?

Gute Auszubildende sind ein entscheidender Faktor für Erfolg in Unternehmen und Institutionen. Ein Instrument, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von morgen zu gewinnen, stellt die Ausbildungsstellenbörse in Ansbach dar. Am Freitag, 25. September, läuft die 27. Ausgabe. Schlägt bei ihr die Wirtschaftsflaute durch?

Zum jetzigen Stand ist die Börse unter dem Titel „Junge Talente” mit 78 Ausstellerinnen und Ausstellern schon ausgebucht. So drückt sich Hauptorganisator Horst Maußner aus. Er ist stellvertretender Leiter der Geschäftsstelle Ansbach bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg für Mittelfranken. Auf der Warteliste stehe ein gutes Dutzend.

Aber auch neun Absagen für die neue Ausgabe

„Wir hatten aber auch neun Absagen, teilweise von langjährigen Ausstellern”, gibt er zu bedenken. Man spüre inzwischen bereits ein wenig, dass die schwächelnde Konjunktur in der einen oder anderen Firma Spuren hinterlasse. Personalmangel spiele ebenfalls eine Rolle; es gebe dort dann niemanden, die oder der sich um eine Präsenz auf der Börse kümmern könnte.

„Dafür haben wir zehn neue” Partnerinnen und Partner, kündigt Horst Maußner an. Die Nachfrage nach Azubis bezeichnet er nach wie vor als ungebremst. Allerdings habe sich die Struktur der Börse ein wenig verändert: hin zu mehr Behörden, Dienstleistung, Handel, Logistik und Handwerk. Der Kreis der Ausstellerinnen und Aussteller bewege sich „querbeet über nahezu alle Branchen”.

Pflegeeinrichtungen, Gesundheitswesen und produzierendes Gewerbe zum Beispiel seien stark vertreten. Neu ist gemäß den Angaben des Hauptorganisators die Berufliche Oberschule Ansbach (Staatliche Fach- und Berufsoberschule, FOSBOS), die sich in ihren Räumen in der Pfarrstraße vorstellt. Zu entdecken geben soll es bei der Börse um die 120 Ausbildungsberufe und circa 40 duale Studiengänge.

Bereits Anzeichen einer sich bessernden Lage

Horst Maußner berichtet von einem wirtschaftlichen Phänomen in Stadt und Landkreis Ansbach, das sich trotz der neun Absagen auf die Börse auswirke: „Hier ist es relativ stabil, die Nachfrage nach Fachkräften ist da und die schwächelnde Konjunktur hat noch nicht so richtig durchgeknallt.” Entweder laufe es bei den Unternehmen noch gut, oder sie hofften oder merkten schon, dass es wieder besser werde.

Die IHK, die Handwerkskammer für Mittelfranken, die Stadt und der Landkreis Ansbach sowie die Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg veranstalten die Börse. Ein Hotellerie- und Gastronomiebetrieb wirbt für sich und sorgt dafür, dass sich die Besucherinnen und Besucher verpflegen lassen können.

Die Börse läuft von 9 bis 16 Uhr unter freiem Himmel in der Altstadt: und zwar auf dem Martin-Luther-Platz, dem Montgelasplatz, dem Johann-Sebastian-Bach-Platz und in der Reitbahn. Die Reitbahn soll etwas voller gestellt sein, soweit es machbar ist. „Wir wollen es trotzdem wie in all den Jahren zuvor gewährleisten, dass die Aussteller an den Ständen auch etwas bieten können”, erläutert Horst Maußner.

Belebend für Geschäfte und die Gastronomie

Der Martin-Luther-Platz und der Johann-Sebastian-Bach-Platz erhielten außerdem mehr Ausstellerinnen und Aussteller. Die Neustadt dagegen ist weiterhin nicht einbezogen: „Das ist zu weit weg”, merkt Horst Maußner an.

Die Börse dient nach Ansicht des Hauptorganisators auch dazu, die Innenstadt zu beleben. „Man hört das unisono von den Geschäften und der Gastronomie, dass sie den Tag im positiven Sinne gewaltig spüren.” Das Sicherheitskonzept mit Einfahrsperren und Sicherheitskräften setze man erneut um.

Gerade viele junge Besucherinnen und Besucher kamen voriges Jahr zur damals 26. Ausbildungsstellenbörse. Teil des Areals ist die Reitbahn. (Archivbild: Antonia Müller)
Gerade viele junge Besucherinnen und Besucher kamen voriges Jahr zur damals 26. Ausbildungsstellenbörse. Teil des Areals ist die Reitbahn. (Archivbild: Antonia Müller)
Gerade viele junge Besucherinnen und Besucher kamen voriges Jahr zur damals 26. Ausbildungsstellenbörse. Teil des Areals ist die Reitbahn. (Archivbild: Antonia Müller)

Oliver Herbst
Oliver Herbst
... schreibt seit seinem 16. Lebensjahr für die Fränkische Landeszeitung. In über 30 Jahren lernte er dabei viele Menschen und ihre Geschichten kennen - von Burghaslach bis Mönchsroth und von Windsbach bis Schnelldorf. Seit 2014 gehört er zum Team der Lokalredaktion Ansbach.
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