Ausstellung in Mönchsondheim: Wie Kleidung entsteht und verschwindet | FLZ.de | Stage

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Ausstellung in Mönchsondheim: Wie Kleidung entsteht und verschwindet

Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer (von links), der neue Leiter des Freilandmuseums Robert Schäfer und dessen Vorgänger Nicolas Jagla vor einer Bildtafel in der neuen Sonderausstellung. (Foto: Gerhard Bauer)
Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer (von links), der neue Leiter des Freilandmuseums Robert Schäfer und dessen Vorgänger Nicolas Jagla vor einer Bildtafel in der neuen Sonderausstellung. (Foto: Gerhard Bauer)
Iphofens Bürgermeister Dieter Lenzer (von links), der neue Leiter des Freilandmuseums Robert Schäfer und dessen Vorgänger Nicolas Jagla vor einer Bildtafel in der neuen Sonderausstellung. (Foto: Gerhard Bauer)

„Nachhaltigkeit beim Umgang mit Kleidung gestern und heute“, lautet der Titel einer Sonderausstellung im Freilandmuseum Kirchenburg Mönchsondheim, die im Saal der Gasthauses Schwarzer Adler eröffnet wurde.

Die Einführung übernahm der neue Leiter des Kirchenburgmuseums Robert Schäfer, die Konzeption hatte noch Vorgänger Nicolas Jagla erarbeitet. Nachhaltigkeit sei in aller Munde unterstrich Schäfer, allerdings nicht in vielen Museen. Anders im Levi-Strauss-Museum in Buttenheim. Während seiner dortigen Tätigkeit hatte Jagla das Konzept erstellt. Nun organisierte er die Ausstellung in der Kirchenburg als eine Art „Abschiedsgeschenk“.

In seinem Grußwort warf Bürgermeister Dieter Lenzer einen Blick in den eigenen Kleiderschrank und bewertete den Begriff „nachhaltig“ selbstkritisch. Mit Kleidungsstücken, so sein Fazit, sei früher pfleglicher umgegangen und Schäden repariert worden. Damit beschäftigt sich am 9. Juni auch ein Workshop im Museum.

Ein Rundgang zeigt den Lebenszyklus von Kleidung

Jagla berichtete über das Zustandekommen der Ausstellung, die zunächst nicht zur Weitergabe konzipiert war, geprägt von Schlagworten dann aber auf Rollups zur Wanderausstellung wurde. So kam der Bezug zum Kirchenburgmuseum zustande.

In der Ausstellung werde die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart besonders deutlich. Um Kleidung herzustellen, müsse man Rohstoffe anbauen und weiter verarbeiten, das sei umwelt- wie sozialrelevant. Ersichtlich werde dies beim Rundgang durch die Ausstellung, die den Lebensweg von Kleidungsstücken nachvollziehe. Nur wenigen sei heute die Weltreise eines Kleidungsstücks bis zum Verbraucher bewusst. Niemand hinterfrage, ob Reinigung oder Reparatur noch sinnvoll seien, und wo ein Kleidungsstück endet: im Kleidercontainer oder in der Tonne.

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Die Ausstellung soll nicht das Konsumverhalten anprangern

Jagla unterstrich, dass die Ausstellung kein Konsumverhalten anprangere. Sie wolle vielmehr glaubhaft darstellen, erinnern und objektiv informieren sowie neue Erkenntnisse vermitteln.

Die Ausstellung „Nachhaltig – Der Umgang mit Kleidung gestern und heute“ ist im Freilandmuseum Kirchenburg Mönchsondheim bis zum 1. Dezember zu besichtigen.


Von Gerhard Bauer
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