Trachten stehen im Mittelpunkt: Neue Ausstellung im Vogteimuseum in Aurach | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 14.04.2026 10:18

Trachten stehen im Mittelpunkt: Neue Ausstellung im Vogteimuseum in Aurach

Im Obergeschoss des Auracher Vogteimuseums ist unter anderem diese katholische Frauentracht zu sehen, die um das Jahr 1850 in Herrieden getragen wurde. (Foto: Werner Wenk)
Im Obergeschoss des Auracher Vogteimuseums ist unter anderem diese katholische Frauentracht zu sehen, die um das Jahr 1850 in Herrieden getragen wurde. (Foto: Werner Wenk)
Im Obergeschoss des Auracher Vogteimuseums ist unter anderem diese katholische Frauentracht zu sehen, die um das Jahr 1850 in Herrieden getragen wurde. (Foto: Werner Wenk)

Der Gartenbau- und Heimatpflegeverein Aurach hat unter Leitung von Edeltraud Maier im Vogteimuseum eine neue Ausstellung aufgebaut. Gezeigt werden Trachten des oberen Altmühltals ab etwa den 1850er Jahren. Die Exponate stammen größtenteils aus dem Fundus des Museums. Eröffnet wird die Schau am Sonntag, 19. April, um 14 Uhr.

Gegen 15 Uhr steht dann ein Auftritt der Kindervolkstanzgruppe auf dem Programm. Auch für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt, wie es heißt.

Besondere Haarnadeln sind zu sehen

Gleich im Eingangsbereich des Museums können die Besucherinnen und Besucher neben aufwendig hergestellten Brautkränzen, Hauben und Köfferchen auch eine katholische Festtagstracht aus dem Jahr 1900 von Theresia Linzenmeyer aus Stegbruck entdecken. Als außergewöhnliche Exponate stechen in einer Vitrine besondere Haarnadeln und Teile einer Kropfkette hervor.

Um das Jahr 1850 trugen Frauen einen „Mutzen“, eine eng anliegende Jacke. Dazu gehörten ein dunkelfarbiger, knöchellanger Rock aus Wollstoff, je nach Jahreszeit ein bis vier Unterröcke, Wollstrümpfe, schwarze, geschnürte Lederschuhe und einfarbige Schürzen. Zum Kirchgang wurde als Kopfbedeckung, wie im Obergeschoss des Museums gezeigt wird, eine schwarze, mit Stickerei versehene Spitzhaube aufgesetzt.

Männer trugen einen „Goller”

Zur sonntäglichen Männertracht zählten ein schwarzer, runder Bauernhut, eine Hose aus schwarzem Tuch, ein weißes Hemd mit Stehkragen und Trachtenschuhe sowie eine aus nachtblauem Wolltuch gefertigte Jacke, die „Goller“ genannt wird.

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Des Weiteren werden im Obergeschoss des Museums die Gewänder präsentiert, die von Schneiderinnen des Gartenbau- und Heimatpflegevereins Aurach selbst hergestellt wurden und an besonderen Festtagen und Umzügen von den Mitgliedern getragen werden.

Die regionale Vielfalt der Kleidungsstücke des oberen Altmühltals ab dem Jahr 1850 komplettiert eine evangelische Tracht, die aus der Sammlung von Luise Ellinger aus Schnelldorf-Altersberg stammt.

Die Ausstellung kann auf Anfrage besucht werden. Nähere Auskünfte hierzu erteilt Edeltraud Maier unter der Telefonnummer 09804/419.

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