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Veröffentlicht am 12.05.2026 19:01

Bald neu in Android: Bessere KI und Apple-Kompatibilität

Viele neue Android-Funktionen basieren auf Künstlicher Intelligenz. (Foto: Wolf von Dewitz/dpa)
Viele neue Android-Funktionen basieren auf Künstlicher Intelligenz. (Foto: Wolf von Dewitz/dpa)
Viele neue Android-Funktionen basieren auf Künstlicher Intelligenz. (Foto: Wolf von Dewitz/dpa)

Google bringt mehr Künstliche Intelligenz in sein Mobil-Betriebssystem Android. Die Idee ist, dass die hauseigene KI Gemini über verschiedene Apps hinweg funktioniert - und auch nahtlos zwischen unterschiedlichen Android-Geräten. Gemini soll dabei für Nutzer mehr Alltags-Aufgaben eigenständig erledigen können. Was sonst noch im Vorfeld von Google Entwicklerkonferenz I/O angekündigt wurde im Überblick:

Hilfreichere KI - Gemini Intelligence

Als Beispiele dafür nennt Google etwa, dass Gemini aus einer Einkaufsliste eine komplette Online-Lebensmittelbestellung erstellen oder einen Platz in einem Sportkurs sichern kann. In Googles Webbrowser Chrome soll die KI Informationen von verschiedenen Seiten sammeln und zusammenfassen. Wenn man von Welpen-Hundefutter auf die Ausführung für ausgewachsene Tiere umsteigen will, soll es reichen, der KI den Auftrag zu geben, die Online-Bestellung entsprechend anzupassen. Beim Ausfüllen von Fragebögen wird Gemini mehr Informationen der Nutzer als bisher einfügen können. 

Und so wie Googles großer Rivale die KI-Funktionen unter dem Namen Apple Intelligence zusammenfasste, führt der Internet-Konzern nun den Oberbegriff Gemini Intelligence ein.

Mehr eigene Widgets

KI macht es für Nutzer auch einfacher, ihre Android-Geräte mit eigenen Widgets stärker zu personalisieren. Ohne jegliche Programmierfähigkeiten soll es ausreichen, die gewünschte Funktionalität zu beschreiben, damit die Software das Widget für die Smartphone-Oberfläche oder eine Uhr mit Android-Wear-System erstellt. 

Als Beispiele führt Google ein Widget an, dessen Aufgabe es ist, jede Woche drei Kochrezepte mit hohem Proteingehalt vorzuschlagen. Ein anderes könnte etwa Wetterprognosen zu Wind und Niederschlag anzeigen, wenn man nur an diesen Informationen interessiert ist.

Nützliche Bilderstellung

Mit Nano Banana hat Google ein KI-Modell, das realistisch aussehende Bilder generieren kann. Mit künftigen Funktionen soll das Nutzen im Alltag bringen. So wird man zum Beispiel bei der Wohnungssuche den KI-Assistenten in Chrome bitten können, ein leeres Zimmer in einem Foto mit Möbeln zu füllen - oder komplizierten Lernstoff als Grafik darzustellen.

Kompatibler mit Apple-Geräten

Im Apple-Universum gibt es die Airdrop-Funktion, mit der man Dateien unkompliziert von Gerät zu Gerät schicken kann. Der Gegenpart in der Android-Welt heißt Quick Share. Nicht zuletzt unter dem Druck der EU-Digitalgesetze wird das künftig auch systemübergreifend gehen: Airdrop und Quick Share werden kompatibel. 

Zunächst wird das auf Googles Pixel-Smartphones funktionieren, im späteren Jahresverlauf kommen Geräte von Samsung, Vivo, Oppo, OnePlus, Xiaomi und Honor dazu. 

Zudem wird es einfacher, von einem iPhone auf ein Android-Gerät umzuziehen. So können künftig Passwörter, Fotos, Nachrichten, Kontakte, viel genutzte Apps und auch das Homescreen-Layout drahtlos übertragen werden. Der neue Migrationsassistent soll zunächst auf den Pixel- und Samsungs Galaxy-Smartphones verfügbar sein. 

Auto-Ansicht passt sich an

Die Infotainment-Bildschirme in Autos sind längst nicht mehr nur Postkarten-große Rechtecke, sondern können verschiedene Formate und Formen haben. Die Oberfläche des Dienstes Android Auto, mit dem Smartphones des Betriebssystems das Display übernehmen können, passt sich künftig mit seiner Anzeige darauf an. 

Zusätzlich zur Karten-Navigation kann man sich Widgets einblenden lassen, etwa für Wetter, Kontakte oder den Garagentüröffner. Die Karten im Auto sollen eine verbesserte Ansicht mit Gebäuden und Landschaft in 3D sowie Ampeln und Stopschildern bieten. 

Apple, der zentrale Google-Konkurrent auf den Auto-Displays mit der iPhone-Einbindung hatte in den vergangenen Jahren seine Karten-Navigation stark verbessert.

Gemini auch im Auto

Darüber hinaus soll die Gemini Intelligence auch im Auto nützlich werden - mit dem Gedanken, ohne Ablenkung vom Verkehr mehr erledigen zu können. Wenn etwa ein Freund nach einer Adresse fragt, kann die KI versuchen, sie in Nachrichten, E-Mails oder Kalender zu finden und bereitet dann eine Antwort vor, die man nur noch senden muss. Essensbestellungen soll man ebenfalls per Sprachbefehl aufgeben können. 

Mehr Funktionen mit „Google built-in“

Bei einigen Autos sind Google-Dienste auch ohne Anschluss eines Smartphones direkt im Fahrzeug integriert. Aktuell sind das einzelne Modelle von Polestar, Volvo, Renault, BYD, Mitsubishi oder Mazda und etliche US-Marken. 

In Autos mit „Google built-in“ kann die KI auch direkt auf den Wagen bezogene Fragen beantworten etwa, ob ein Fernseher-Karton in den Kofferraum passt. Die Navigation soll in solchen Fahrzeugen auch noch präziser sein, weil die Software dank Zugriff auf die eingebauten Kameras weiß, in welcher Spur man gerade fährt und entsprechende Anweisungen geben kann.

© dpa-infocom, dpa:260512-930-72193/1


Von dpa
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