Die Basketballer von hapa Ansbach haben alles selbst in der Hand: Wenn sie das Abschlusswochenende der Zwischenrunde erfolgreich gestalten, können sie als topgesetzte Mannschaft in die Playoffs der 1. Regionalliga Südost gehen.
Zwei Spiele haben sie noch zu bestreiten, ehe es am 28. Februar richtig ernst wird. Zunächst empfangen sie am Freitag (19 Uhr, Weinberghalle) den TSV Tröster Breitengüßbach. Am Sonntag (16 Uhr) geht es zum Abschluss zu Culture City Weimar.
Dass die beiden Partien binnen drei Tagen absolviert werden und das folgende Wochenende spielfrei ist, sorgte nicht nur bei Ansbachs Trainer Nico Probst für Irritationen. „Wir müssen es so hinnehmen und machen das Beste draus”, sagt er.
Immerhin konnte das NBBL-Spiel der Nürnberg Falcons, wo einige Youngster auch im Einsatz gewesen wären, verlegt werden. So kann Probst personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nur Tevin Schnabel wird im Freitagsspiel aus beruflichen Gründen fehlen.
In der Hauptrunde hatte Ansbach nur zwei Spiele verloren. Das war beide Male gegen den TSV Vilsbiburg, einmal mit zwei Punkten, das andere Mal nur mit einem Zähler. Irgendwie scheinen die Piranhas ein Faible für Angstgegner zu haben. Auch der TSV Tröster Breitengüßbach versprüht diese gewisse Aura, die bei den Ansbachern die Finger weich werden lässt.
Gegen die Oberfranken war Ansbach in den Endspielserien von 2023 und 2025 jeweils in zwei Spielen unterlegen. Nach dem ziemlich deutlichen 103:87-Sieg gegen das in der Vorrunde ungeschlagene Weimar zum Auftakt der nun laufenden Zwischenrunde stolperte das Team von Coach Probst abermals über Breitengüßbach. Durch einen Dreier in den Schlusssekunden verlor man vor einer Woche 74:77.
Doch nichts ist unmöglich: In der Zwischenrunde der Saison 24/25 gewannen die Piranhas immerhin ein Spiel gegen den TSV, sogar sehr deutlich mit 84:62 in der heimischen Weinberghalle. Dort wollen die Ansbacher am Freitag erneut Revanche nehmen. Und sowieso: „Von einem Angstgegner würde ich nicht sprechen wollen”, betont Probst.
Vielmehr seien seine Spieler „extrem motiviert”, sich möglichst zeitig gegen so einen Rivalen zu revanchieren. Diese Möglichkeit bietet sich nun. Janick Jebens stach im Hinspiel mit 31 Punkten heraus. Doch nicht nur ihn müssen die Ansbacher beim so starken Breitengüßbacher Kollektiv diesmal besser im Auge behalten.
Weimar, das wie Ansbach bei drei Siegen und einer Niederlage in der Zwischenrundentabelle steht, hatte im Hinspiel mit Dmonte Brown (34 Punkte) auch einen überragenden Scorer auf dem Feld. Doch da spielten sich die Piranhas in einen Offensivrausch und brachten den Thüringern die erste Saisonniederlage überhaupt bei.
Insgesamt sieht Probst, trotz der Belastung, ausreichend gute Voraussetzungen, die Zwischenrunde mit maximalem Ertrag abschließen zu können. Das sei auch das ausgemachte Ziel. Als Gruppensieger ginge Ansbach als topgesetzte Mannschaft in die Playoffs und hätte in allen Runden Heimvorteil. „Das ist schon was wert”, weiß Probst.