Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Bayern und dem US-Bundesstaat Colorado sollen künftig enger zusammenarbeiten. „Wir teilen die gemeinsame Überzeugung, dass Forschung und Innovation die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Fortschritt sind. Gerade in einer Zeit globaler Umbrüche und neuer internationaler Fragen wollen wir Vernetzung stärken und Verbindungen strategisch ausbauen“, sagte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU).
Nach Angaben seines Ministeriums haben der Freistaat und Colorado eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichnet.
Blume reist vom kommenden Dienstag (18. August) bis zum 26. August in die USA mit Stationen in Washington, Los Angeles, San Francisco und der Colorado State University in Denver. „Wir brauchen eine strategische Außenwissenschaftspolitik“, sagte Blume. Innovation entstehe durch Kooperation. „Wissenschaft funktioniert nicht nach dem Prinzip Protektionismus - wer das glaubt, irrt.“
Bei der Vereinbarung mit Colorado soll es auch um die Fusionsforschung gehen, in die die Politik in Deutschland seit einigen Jahren große Hoffnungen setzt. Beide Seiten sähen die Fusion als strategische Schlüsseltechnologie für die Energiegewinnung der Zukunft, teilte das Ministerium mit.
Fusionsenergie entsteht, wenn Atomkerne unter sehr hoher Temperatur und hohem Druck miteinander verschmolzen werden. Theoretisch lassen sich damit klimaneutral große Energiemengen erzeugen. Weltweit wird daran geforscht, ob und wie das in einem Kraftwerk umgesetzt werden kann.
© dpa-infocom, dpa:260812-930-517166/1