Die Luftgewehr-Mannschaft des SV Lehrberg hat ein weiteres Mal den Titel in der Bayernliga Nordwest gewonnen und nimmt den nächsten Anlauf auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga.
Am 5. April steigt der Aufstiegskampf in München. Zum dritten Mal ist Lehrberg am Start. Ob der Aufstieg diesmal endlich gelingt? „Wir werden alles versuchen, aber es wird angesichts der starken Konkurrenten sehr schwer“, sagt SVL-Mannschaftsführerin Michaela Schmidt.
Mit zwei überzeugenden Siegen am abschließenden Wettkampftag gegen die mittelfränkischen Rivalen SG Ammelbruch und Edelweiß Frimmersdorf gelang Lehrberg die Titelverteidigung. Dabei gab der SVL nur zwei Einzelpunkte ab.
Die Saisonbilanz weist Alexandra Ott als beste Punktesammlerin des Meisters aus, die auf den hinteren Positionen elf von 14 Duellen für sich entscheiden konnte und dabei einen Schnitt von 381 Ringen erreichte.
Stark auch die Ausbeute von Hanna Stubenrauch (mit 393 Ringen im Schnitt die Nummer eins der Setzliste), Michaela Schmidt (386) und Nicole Rossel (381), die jeweils zehn Punkte eroberten. Die restlichen Zähler für den Meister holten Veronika Haub (fünf, 386) und Tobias Ott (ein Punkt).
Zur neuen Saison verlässt Hanna Stubenrauch den SVL. Die Dachsbacherin schließt sich dem Bundesligisten VfL Veitsbronn an, der die Erst- und Zweitligalizenzen des SV Petersaurach übernommen hat. Für sich persönlich hat eine aus dem Lehrberger Team den Aufstieg also schon sicher.
Die Aufsteiger Ammelbruch und Frimmersdorf blieben zum Saisonabschluss ohne Sieg und belegen die beiden Abstiegsplätze. Dabei stellte Frimmersdorf sogar die beste Einzelschützin der gesamten Liga.
Die ehemalige Bundesligaschützin Miriam Heubeck erzielte einen Schnitt von 394 Ringen, gewann 13 von 14 Duellen und setzte sich damit an die Spitze der Rangliste, gefolgt von Hanna Stubenrauch. Zweitbester Punktesammler bei Frimmersdorf war Jakob Heubeck mit drei Erfolgserlebnissen.
Mit Johannes Früh hatte auch die SG Ammelbruch einen Schützen in ihren Reihen, der die Grenze von 390 Ringen knackte und damit zu den Top Ten der Liga zählt.
Mit 391 Ringen im Schnitt holte der ehemalige Kadersportler sechs Punkte. Ebenfalls sechs Zähler eroberte Lisa Schmidt (386), jeweils dreimal erfolgreich waren Ramona Leixner und Marie Schmidt.
„Wir hatten schon auf einen Mittelfeldplatz gehofft“, so Früh, „aber wir sind jetzt auch nicht total enttäuscht“. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten habe die Ammelbrucher Truppe, die nach Ausfällen auch immer mal wieder mit Ersatz antreten musste, gute Ergebnisse abgeliefert, so der 30-Jährige.
KPFSG Hilpoltstein – Edelweiß Frimmersdorf 4:1(Anja Harrer – Miriam Heubeck 392:394, Moritz Bosch – Jakob Heubeck 382:378, Juliane Gersler – Christian Heubeck 387:382, Dominik Feher – Katrin Kaiser 381:372, Barbara Dürnberger – Dietmar Schorr 379:373).
SG Ammelbruch – SV Lehrberg 1:4 (Johannes Früh – Hanna Stubenrauch 388:391, Lisa Schmidt – Veronika Haub 392:389, Ramona Leixner – Michaela Schmidt 375:391, Daniel Schmidt – Nicole Rossel 381:383, Marie Schmidt – Alexandra Ott 376:382).
Lehrberg – Frimmersdorf 4:1 (Stubenrauch – Miriam Heubeck 392:396, Haub – Jakob Heubeck 389:381, Michaela Schmidt – Christian Heubeck 389:376, Rossel – Kaiser 385:372, Ott – Schorr 384:376).
Hilpoltstein – Ammelbruch 4:1 (Harrer – Früh 392:389, Moritz Bosch – Lisa Schmidt 387:389, Alisa Bosch – Leixner 384:378, Gersler – Daniel Schmidt 383:381, Feher – Marie Schmidt 387:381).
Die Tabelle der Bayernliga gibt es hier.