Bayerns Bevölkerung wird in den nächsten 20 Jahren wachsen - allerdings nicht überall. Im gesamten Freistaat werde sich nach der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung die Zahl der Menschen von 13,25 Millionen im Jahr 2024 auf 13,53 Millionen im Jahr 2044 erhöhen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Fürth - ein Zuwachs von 2,1 Prozent.
Allerdings reichen die Geburten nicht aus, um die Zahl der Todesfälle auszugleichen - 2024 starben laut Herrmann in Bayern 144.100 Menschen, es wurden aber nur 114.000 Kinder geboren. Ohne Zuzüge aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland würde Bayern bis 2044 mehr als sechs Prozent seiner Bevölkerung verlieren, betonte er. „Seit vielen Jahren kommen erheblich mehr Menschen nach Bayern, als von hier wegziehen“, sagte der Minister. Der Großteil stamme aus dem Ausland.
Der Bevölkerungszuwachs konzentriert sich vor allem auf den Süden des Freistaats. Die Regierungsbezirke Schwaben, Niederbayern und Oberbayern wachsen laut Herrmann deutlich, in Mittelfranken und der Oberpfalz werden leichte Zugewinne prognostiziert. In Unterfranken und Oberfranken geht die Bevölkerungszahl dagegen zurück - jedoch längst nicht mehr so stark, wie noch vor zehn Jahren befürchtet.
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