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Veröffentlicht am 22.05.2023 17:54

Beste Bedingungen für Existenzgründer

Ansbach ist zwar nicht Berlin oder München, doch die Voraussetzungen für Existenzgründer mit frischen Ideen sind hier mindestens ebenso gut. Das wollen mehrere Beteiligte beim Gründertag am Donnerstag, 25. Mai, unter Beweis stellen.

Media Lab, Pixel-Campus, Gründungsberatung der Hochschule und das Gründerzentrum ANswerk haben sich hierfür zusammengetan und beteiligen sich an den Bayerischen Gründungstagen mit einem „Gründungs Hub“. Workshops, Kurzvorträge und der direkte Austausch mit bereits erfolgreichen Jungunternehmern sollen anderen zeigen, was gehen kann.

Platz für Kreativität

„Wir wollen die jungen Leute frühzeitig sensibilisieren, dass Gründung eine Option ist“, sagt Johannes Hähnlein von der Gründungsberatung der Ansbacher Hochschule. Die meisten Studierenden kämen mit dem Ziel an die Hochschule, sich für einen Job in einem etablierten Unternehmen zu qualifizieren. Das sei natürlich völlig in Ordnung und entspreche typischerweise auch dem deutschen Sicherheitsdenken, so Hähnlein.

Doch in vielen der jungen Studentinnen und Studenten stecke unglaublich viel Kreativität, die sich in einem eigenen Start-up, wie man junge Unternehmen heutzutage nennt, viel besser entfalten könnte. Hierfür gebe es vielfältige Unterstützung in der Startphase, die manchem gar nicht bewusst sei.

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„Wenn man eigene Ideen umsetzen kann, kann das einen Impact, einen Einfluss haben“, gerät Hähnlein regelrecht ins Schwärmen. „Man kann für eine bessere Zukunft sorgen.“ Daniel Krauss, der in Ansbach studierte und zusammen mit zwei Freunden das Unternehmen Flixbus gründete, ist ein solches Vorzeigebeispiel, macht Rüdiger Busch der Verantwortliche fürs digitale Gründerzentrum ANswerk, deutlich. Aber Busch sieht beispielsweise auch in der aufstrebenden Firma Turns, die sich darum kümmert, Kleidung zu recyceln, großes Potenzial.

In den vergangenen drei Jahren hat sich in Ansbach ein Netzwerk gebildet, das einen idealen Nährboden für Start-ups bietet. Bedingt durch die Corona-Pandeemie und die fehlenden öffentlichen Veranstaltungen lief das etwas unter dem Radar. Was hier alles geht, soll nun der „Gründungs Hub“ zumindest ansatzweise verdeutlichen.

Von der Vision zur Geschäftsidee

Die Gründungsberatung der Hochschule hilft dabei, aus einer Idee eine Geschäftsidee zu entwickeln, die sich auch umsetzen lässt. Die Tüftler vom Pixel Campus, dem Medienkompetenzzentrum der Hochschule, unterstützen beim Aufbau einer Marke. Das Media Lab Bayern – übrigens nur eines von zwei im Freistaat – hat sich auf innovative Medienprojekte spezialisiert, kann aber Studierenden auch Unterstützung bei Abschlussarbeiten in diesem Bereich bieten.

Außerdem bietet es einen Coworking Space in der Ansbacher Innenstadt, um hier arbeiten und sich austauschen zu können. Und wenn ein junges Unternehmen dann auf der Suche nach echten Büroräume samt zugehöriger Infrastruktur ist, kommt ANswerk im ehemaligen Postgebäude in der Bahnhofstraße bzw. dem Außenstandort in Merkendorf ins Spiel.

„Wir wollen jetzt die Samenkörner pflanzen, die die Region in einigen Jahren blühen lassen“, beschreibt es ANswerk-Chef Rüdiger Busch plastisch. Der Standort Ansbach mit dem westmittelfränkischen Umland bietet sehr gute Voraussetzungen, findet auch Johannes Hähnlein: günstige Mieten spielen ebenso eine Rolle wie gut ausgebildete Fachkräfte. Neben der Hochschule sorgen auch die vielen sehr gut aufgestellten mittelständischen Betriebe, die Berufsschulen und die anderen Schulen in der Region für jede Menge Know-how.

Die Stadt der kurzen Wege

Ein ganz wichtiger Aspekt in Ansbach ist für Rüdiger Busch: „Wir ziehen an einem Strang.“ Die kurzen Wege und die engmaschige Vernetzung stellen aus seiner Sicht sicher, dass jeder Gründer da landet, wo ihm oder ihr am besten geholfen werden kann. Denn bei jedem ist der Start ein wenig anders. Mancher probiert sich als Unternehmer im geschützten Umfeld der Hochschule aus, andere sammeln erst Erfahrung in der Wirtschaft und wagen dann den Wechsel vom Angestellten zum Chef. Auch zu den Wirtschaftsförder-Abteilungen in Stadt und Landkreis Ansbach gibt es einen engen Kontakt.

Das Programm beim „Gründungs Hub“ beginnt um 11 Uhr in den Räumen von Pixel-Campus und Media Lab am Johann-Sebastian-Bach-Platz. In einer Lego-Ecke können Prototypen gebastelt werden, eine Fotobox sorgt für Spaß und ab 13.30 Uhr finden Workshopeinheiten zum Thema Kreativitätstechniken und Innovationsmethoden statt. Um 17 Uhr startet das Gründercafé im ANswerk im früheren Postgebäude am Bahnhof, zum lockeren Gedankenaustausch. Der Tag eignet sich auch für alle, die schon lange wissen wollten, was da eigentlich in den Räumen des früheren Schreibwarengeschäftes Stempfle so passiert, um einmal vorbeizuschauen.

Johannes Hähnlein (Gründungsberatung der Hochschule), Svenja Weiß (Media Lab), Sebastian Frost (Media Lab) und Rüdiger Busch (ANswerk) freuen sich auf den Gründertag am Donnerstag, 25. Mai. Das Einhorn steht symbolisch für Existenzgründungen. (Foto: Robert Maurer)
Johannes Hähnlein (Gründungsberatung der Hochschule), Svenja Weiß (Media Lab), Sebastian Frost (Media Lab) und Rüdiger Busch (ANswerk) freuen sich auf den Gründertag am Donnerstag, 25. Mai. Das Einhorn steht symbolisch für Existenzgründungen. (Foto: Robert Maurer)
Johannes Hähnlein (Gründungsberatung der Hochschule), Svenja Weiß (Media Lab), Sebastian Frost (Media Lab) und Rüdiger Busch (ANswerk) freuen sich auf den Gründertag am Donnerstag, 25. Mai. Das Einhorn steht symbolisch für Existenzgründungen. (Foto: Robert Maurer)
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