Ein Mega-Event hatten die Verantwortlichen des Museums für Zivil- und Militärtechnik am Wochenende auf die Beine gestellt. Offensichtlich hatten sie mit dynamischer Fahrzeugschau, interessanten Ausstellungsobjekten in Hallen und Freigelände sowie einem enormen Beitrag durch die Bundeswehr den Geschmack der Besucher getroffen.
Bereits am Samstag um 10 Uhr, dem Beginn der zweitägigen Veranstaltung, standen die Zuschauer dicht an dicht hinter der Absperrung. Was sie zu sehen bekamen?
Ketten- und schwere Radfahrzeuge aus Ost und West, die zu Zeiten des Kalten Krieges auf der jeweils anderen Seite des Eisernen Vorhangs im Einsatz waren, um „den Feind abzuschrecken“. Jedenfalls sind sie heute im Museum besser aufgehoben, was die Vorführungen auf dem museumseigenen Wiesengelände aber nicht weniger spektakulär machte. Staubaufwirbelnd drehten die Militäroldtimer, von denen manche noch vor wenigen Jahren im Dienst standen, ihre Runden – begleitet von fachkundigen Informationen über Lautsprecher zu Einsatzzweck und technischen Daten der jeweiligen Fahrzeuge.
Dass auch die Bundeswehr verstärkt in der Öffentlichkeit präsent sein will, zeigte sich an den ausgestellten Fahrzeugen. Gleich von drei verschiedenen Einheiten, unter anderem aus den Standorten Hardheim und Volkach, waren Fahrzeuge in einer statischen Schau zu sehen, während ein Kampfpanzer 2A6 und ein Radpanzer Fuchs im Parcours ihre Runden drehten.
Wem nach etwas weniger Militär zu Mute war, konnte die umfangreiche Sammlung mit Kommunikationstechnik ausführlich besichtigen, die beeindruckend einen Zeitraum abbildet, der nicht nur die Zeit der Telefone mit Wählscheiben oder Telex-Geräten abbildet. Letztlich war es die Summe des Ganzen, die dem Museum über die beiden Tage einen Besucherrekord bescherte.