Biber legen Löschteich in Ortsteil von Sugenheim trocken | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 23.05.2025 19:00

Biber legen Löschteich in Ortsteil von Sugenheim trocken

Die Teiche beim Sugenheimer Ortsteil Ingolstadt haben Wasserprobleme. Der Vorteil dort: Die Biberburg ist mittlerweile unbewohnt. (Foto: Judith Marschall)
Die Teiche beim Sugenheimer Ortsteil Ingolstadt haben Wasserprobleme. Der Vorteil dort: Die Biberburg ist mittlerweile unbewohnt. (Foto: Judith Marschall)
Die Teiche beim Sugenheimer Ortsteil Ingolstadt haben Wasserprobleme. Der Vorteil dort: Die Biberburg ist mittlerweile unbewohnt. (Foto: Judith Marschall)

Biber haben zwei hintereinander liegende Löschweiher im Sugenheimer Ortsteil Ingolstadt (Landkreis Neustadt/Aisch) nahezu trockengelegt. Auch in Krassolzheim besteht dieses Problem.

Wie Bürgermeister Anton Schiefer in der Ratssitzung sagte, sei die Biberburg im Sugenheimer Ortsteil Ingolstadt allerdings inzwischen verlassen. Deshalb könne man in Absprache mit Landrats- und Wasserwirtschaftsamt die Biberburg entfernen. Anders verhalte es sich in Krassolzheim. Dort sei die Biberburg bewohnt und unterliege dem Naturschutz. Die Weiher in Ingolstadt und in Krassolzheim wurden am 15. Mai zusammen mit Fachleuten – unter anderem dem Biberbeauftragten Gerhard Rückel – besichtigt.

Weiherufer untertunnelt

In Ingolstadt wurden die Weiherufer so untertunnelt, dass der westlich gelegene Teich komplett trockengelegt ist – der östliche hat einen sehr niedrigen Pegelstand. Der westliche Weiher wurde einst im Rahmen des Talauenprojektes (also primär zum Hochwasserschutz) angelegt und speist sich aus einigen starken Quellen. Der östliche Weiher dient schon seit Jahrzehnten als Löschweiher.

Ursprünglich waren die Weiher nicht miteinander verbunden. „Seit längerer Zeit laufen die Wassermengen unkontrolliert ab“, erklärte der Vizebürgermeister und Ingolstädter Günther Schell auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine Wasserspeicherung sei trotz starker Quellen in diesem Bereich aktuell nicht möglich. Trockene Weiher sind bei großen Bränden ein Sicherheitsproblem, sagte Schiefer im Rat. Das Leitungswasser aus den Hydranten reiche dann nicht. Die Feuerwehr braucht im Notfall Reserven aus Teichen.

In Ingolstadt sei der Wassermangel im Löschteich jetzt lösbar, da der Biber ausgezogen ist. Die Biberburg in Krassolzheim sei jedoch hinzunehmen, hieß es im Rat. Frank Maes (UWS) meinte, dass der Schutz einer einzigen Art überzogen sei. Das ginge dann zu Lasten anderer Arten. Schiefer ergänzte: „In Ingolstadt habe ich keinen einzigen Frosch quaken hören.“


Von Judith Marschall
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