„Bis es nicht mehr geht”: Diese Fahrrad-Pendler trotzen Wind und Wetter | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 30.11.2025 10:00

„Bis es nicht mehr geht”: Diese Fahrrad-Pendler trotzen Wind und Wetter

Abschluss der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit”: von links Jean-Philippe Desiles, Bürgermeister Klaus Meier, Margit Sonnenleiter, Bürgermeister Jürgen Heckel, Birgit Schäff, stellvertretender Landrat Reinhard Streng, Alexander Wülk, Frank Wessel und AOK-Direktor Michael Surowka.  (Foto: Nicole Gunkel)
Abschluss der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit”: von links Jean-Philippe Desiles, Bürgermeister Klaus Meier, Margit Sonnenleiter, Bürgermeister Jürgen Heckel, Birgit Schäff, stellvertretender Landrat Reinhard Streng, Alexander Wülk, Frank Wessel und AOK-Direktor Michael Surowka. (Foto: Nicole Gunkel)
Abschluss der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit”: von links Jean-Philippe Desiles, Bürgermeister Klaus Meier, Margit Sonnenleiter, Bürgermeister Jürgen Heckel, Birgit Schäff, stellvertretender Landrat Reinhard Streng, Alexander Wülk, Frank Wessel und AOK-Direktor Michael Surowka. (Foto: Nicole Gunkel)

Rund eine Stunde fährt Alexander Wülk morgens mit dem Rad von Thierberg zu den Kliniken nach Neustadt oder Bad Windsheim in die Arbeit. Erstmals hatte er sich heuer nun für die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit” angemeldet – und auf Anhieb den Hauptpreis gewonnen.

„Radfahren macht fit, hält fit, macht Spaß und ist gut für die Umwelt”, brachte es stellvertretender Landrat Reinhard Streng bei der Abschlussveranstaltung der Aktion im Landratsamt auf den Punkt. Schirmherr der gemeinsamen Initiative von AOK Bayern, dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und dem Landkreis, ist Landrat Christian von Dobschütz.

Für den Kilometer-Champion ein Gutschein über 200 Euro

Vom 1. Mai bis 31. August traten im Landkreis knapp 350 Beschäftigte aus 200 verschiedenen Betrieben in die Pedale. Bayernweit waren es 22.000 teilnehmende Radler. Auf ganz Deutschland bezogen trug die Aktion dazu bei, rund 6.000 Tonnen CO₂ einzusparen, resümierte Streng. „Der Frühsport ist gut fürs Gemüt”, so der stellvertretende Landrat. Erst vor kurzem beim Gesundheitstag konnten sich die Mitarbeitenden im Landratsamt über das Thema Business-Bike informieren und die Räder testen. „Wir sind ein zertifizierter fahrradfreundlicher Landkreis”, hob Streng außerdem hervor.

Für Alexander Wülk, der mit seinen Fahrten nach Neustadt und Bad Windsheim rund 4000 Kilometer erstrampelt, ist das Ende der Aktion aber nicht das Ende der Fahrradsaison. Er schwingt sich weiterhin jeden Tag in den Sattel, sogar bei Schneefall und Glätte. Für den Kilometer-Champion gab es einen Gutschein im Wert von 200 Euro für ein lokales Fahrradgeschäft.

Mehr Bewegung in den Alltag bekommen

„Von März bis es nicht mehr geht”, fährt die Zweitplatzierte Margit Sonnenleiter täglich rund 30 Kilometer von Oberlaimbach nach Neustadt in die Arbeit. Seit vier Jahren ist sie bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit” dabei. Birgit Schäff ist von März bis Oktober von Lenkersheim nach Ipsheim mit dem E-Bike unterwegs, wo sie in der Gemeindeverwaltung arbeitet. Sie erhielt den dritten Preis. „Die Gewinne werden jedes Jahr von Unternehmen gestiftet und sind nicht aus Beiträgen finanziert”, unterstrich Michael Surowka, AOK-Direktor von Mittelfranken, der besonders die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens hervorhob. Die Aktion sei eine gute Gelegenheit, mehr Bewegung in den Alltag zu bekommen.

Kooperationspartner Jean-Philippe Desiles von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sowie die beiden Bürgermeister aus Neustadt und Bad Windsheim, Klaus Meier und Jürgen Heckel, ließen es sich nicht nehmen, den Gewinnern persönlich zu gratulieren. Heckel und Meier waren sich einig, dass Radfahren auch ein wichtiger Tourismusfaktor sei. Frank Wessel vom ADFC regte zum Weitermachen auch nach Aktionsende an. Es härte ab und man sei weniger krank, so der leidenschaftliche Radfahrer aus eigener Erfahrung.

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