Burgbernheim bekommt ein neues Logistikzentrum – so groß wie neun Fußballfelder | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 29.09.2025 06:31

Burgbernheim bekommt ein neues Logistikzentrum – so groß wie neun Fußballfelder

Blick auf den Rohbau des Projekts, das im Burgbernheimer Industriegebiet umgesetzt wird.<br> (Foto: Helmut Meixner)
Blick auf den Rohbau des Projekts, das im Burgbernheimer Industriegebiet umgesetzt wird.
(Foto: Helmut Meixner)
Blick auf den Rohbau des Projekts, das im Burgbernheimer Industriegebiet umgesetzt wird.
(Foto: Helmut Meixner)

Die grünen Fassaden zweier riesiger Hallen sind nicht zu übersehen: Die eine ist 16.000 Quadratmeter groß, die andere hat eine Grundfläche von 11.000 Quadratmetern. Wer sich von Westen kommend dem Industriegebiet von Burgbernheim nähert, sieht sie schon von Weitem. Jetzt wurde Richtfest gefeiert.

Sauberen Fußes konnte man, ob des Dauerregens, in noch keines der beiden, sich über eine Fläche von neun Fußballfeldern ausdehnenden Gebäude gelangen. Dadurch aufhalten ließ sich an diesem Tag aber keiner der Gäste, die zum Richtfest der modernen Hallen auf das insgesamt 64.000 Quadratmeter umfassende Gelände des Logistikentwicklers „Peakside Capital Advisors” gekommen waren.

Ein Blick hinter die Kulissen

Im Inneren lagen Helme, Zimmermannshammer und Pfennigstifte bereit. Letztere sollten im Anschluss an den Richtspruch in einem bereit gelegten Holzbalken, dem „einzigen Holzstück auf der Baustelle”, versenkt werden.

Bevor es jedoch so weit war, nahm Frank Schäfer, Partner und Geschäftsführer bei „Peakside”, einem inhabergeführten, europäischen Investmentunternehmen, die Gelegenheit wahr, den Anwesenden einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Der Projektentwickler hat in Deutschland Sitze in Frankfurt und München.

„Peakside” entwickelt in Burgbernheim, Hand in Hand mit einem Generalunternehmen (Goldbeck), das Logistikzentrum Nürnberg-West. Die Entscheidung für die Stadt am Fuße der Frankenhöhe wurde ganz bewusst getroffen, bieten doch die strategisch günstige Lage auf halbem Weg zwischen Nürnberg und Würzburg sowie die direkte Nähe zur Autobahn A7 ideale Voraussetzungen für den Standort eines modernen Logistikunternehmens.

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Es gab das ein oder andere Problem

Nach dem Abschluss der Planungen erfolgte im März der Startschuss der Tiefbaumaßnahmen. Ein halbes Jahr später, nachdem 253 Dachstützen, rund tausend Bauelemente aus Beton sowie 850 Fassadenelement montiert sind, wird mit dem Richtfest ein wichtiger Meilenstein gefeiert.

Bevor der erste Spatenstich getätigt werden konnte, gab es auf dem Gelände noch das ein oder andere Problem in den Griff zu bekommen: Das ehemalige Erhard-Gebäude musste weichen, archäologische Funde, darunter menschliche Knochen und Steinzeitbeile, waren im Einvernehmen mit dem Landesamt für Denkmalpflege gesichert worden. Zudem galt es, die Trasse der Wasserleitung zu verlagern.

Investiert wird ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag. Für Schäfer ein klares Bekenntnis –einerseits zum Wirtschaftsstandort Franken, andererseits zu einer modernen Infrastruktur sowie zu Standards nachhaltigen Bauens. Verwendung fanden und finden Recycling-Schotter, zudem wird eine umweltfreundliche Heizung – eine Photovoltaikanlage samt Wärmepumpen – installiert.

Altlandrat Helmut Weiß und Bürgermeister Matthias Schwarz zeigten sich beeindruckt von der „zukunftsweisenden Maßnahme”. Ihr Dank richtete sich an die Investoren, die mit ihrem Engagement einen wesentlichen Beitrag für die Stärkung der Region, gleichzeitig aber auch für eine wohnortnahe Symbiose von Mensch und Arbeit leisten.

Glas in tausend Scherben als gutes Zeichen

Den Schlusspunkt setzte, ehe das Management und die Ehrengäste zu den Hämmern griffen, Fabian Reiter mit dem Richtspruch. Wie es sein soll, zerbarst das vom Projektleiter auf den Fußboden geschmetterte Glas in tausend Scherben – ein Zeichen, das nur Gutes bedeuten kann.

Läuft alles nach Plan, kann der Betrieb im Logistikzentrum an der Rothenburger Straße im Frühjahr 2026 aufgenommen werden. Die Frage nach den potenziellen Mietern im Logistikstandort Nürnberg-West blieben die Investoren aber bislang noch schuldig.


Von HELMUT MEIXNER
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