Burgoberbach: Warum der Gemeinderat ein Sitzungsgeld für Seniorenbeirat ablehnt | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.04.2026 10:00

Burgoberbach: Warum der Gemeinderat ein Sitzungsgeld für Seniorenbeirat ablehnt

Der Seniorenbeirat setzt sich für die Belange von älteren Bürgerinnen und Bürgern ein. In Burgoberbach hatten sich die Mitglieder einen Quartiersmanager gewünscht. (Symbolbild: Evi Lemberger)
Der Seniorenbeirat setzt sich für die Belange von älteren Bürgerinnen und Bürgern ein. In Burgoberbach hatten sich die Mitglieder einen Quartiersmanager gewünscht. (Symbolbild: Evi Lemberger)
Der Seniorenbeirat setzt sich für die Belange von älteren Bürgerinnen und Bürgern ein. In Burgoberbach hatten sich die Mitglieder einen Quartiersmanager gewünscht. (Symbolbild: Evi Lemberger)

Eine Entschädigung für ihr ehrenamtliches Engagement und einen Quartiersmanager für die Gemeinde hatten sich die Mitglieder des Burgoberbacher Seniorenbeirats gewünscht. Grünes Licht gab es im Gemeinderat dafür nicht.

Die Beiräte hatten ein Sitzungsgeld in Höhe von 20 Euro pro Mitglied und Sitzung vorgeschlagen. Bei fünf Beiräten und acht bis zehn Sitzungen im Jahr kämen somit 800 bis 1000 Euro plus Fahrtkosten zusammen. In der aktuell geltenden Satzung ist geregelt, dass keine Entschädigung gewährt wird.

Jährliches Budget für Fahrt- und Materialkosten

In ihrer Stellungnahme wies die Verwaltung darauf hin, dass es sich bei der Bildung eines Seniorenbeirats um eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde handelt, während beispielsweise die Ausstattung der Feuerwehr eine Pflichtaufgabe ist. Darüber hinaus werde dem Beirat ein jährliches Budget für Fahrt- und Materialkosten sowie weitere Ausgaben zur Verfügung gestellt.

„Wir haben sehr viele Leute, die ehrenamtlich tätig sind. Wenn wir jetzt welche rauspicken und sie bezahlen, machen wir ein Fass auf, das wir nicht mehr zahlen können”, äußerte sich GfB-Rat Norbert Hauer. Klaus Göttler (BOB) sprach gar von einem „Faustschlag ins Gesicht” für andere, die jahrzehntelang ehrenamtlich tätig gewesen seien und dafür kein Geld bekommen hätten. Einstimmig wurde beschlossen, auch künftig kein Sitzungsgeld zu zahlen.

Bereits vielfältige Angebote vorhanden

Ebenfalls ohne Gegenstimme abgelehnt wurde der Vorschlag, eine über das Sozialministerium geförderte Person für das Quartiersmanagement einzustellen. Quartiersmanager und -managerinnen entwickeln seniorenpolitische Gesamtkonzepte, die sich beispielsweise mit dem Schaffen von barrierefreiem Wohnraum und sozialen Angeboten beschäftigen. Sie fungieren als Anlaufstelle für ältere Bürgerinnen und Bürger und treiben die Vernetzung von Einrichtungen sowie Diensten voran. Im Landkreis Ansbach wird unter anderem in Sachsen eine Quartiersmanagerin beschäftigt.

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Geschäftsleiter Alexander Barnowski wies darauf hin, dass die Förderung – 80.000 Euro, verteilt auf vier Jahre – auf eben diese vier Jahre befristet sei. Die Gemeinde würde sich aber verpflichten, die Stelle längerfristig zu halten und müsste die Kosten für das Quartiersmanagement dann komplett selbst tragen.

Von Seiten des Gremiums wurde kein Bedarf dafür gesehen, da in Burgoberbach bereits vielfältige Angebote für Ältere sowie Strukturen des altersgerechten Wohnens etabliert sind. Allerdings äußerte Silke Heidenreich (GfB) die Ansicht, dass es derzeit kein „richtiges Konzept” für Senioren gebe. Sie hoffe, dass eine Ablehnung des Vorschlags nicht das Ende der Seniorenarbeit in der Gemeinde bedeute. Diesbezügliche Bedenken hatten die anderen Ratsmitglieder aber nicht.


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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