Eine Entschädigung für ihr ehrenamtliches Engagement und einen Quartiersmanager für die Gemeinde hatten sich die Mitglieder des Burgoberbacher Seniorenbeirats gewünscht. Grünes Licht gab es im Gemeinderat dafür nicht.
Die Beiräte hatten ein Sitzungsgeld in Höhe von 20 Euro pro Mitglied und Sitzung vorgeschlagen. Bei fünf Beiräten und acht bis zehn Sitzungen im Jahr kämen somit 800 bis 1000 Euro plus Fahrtkosten zusammen. In der aktuell geltenden Satzung ist geregelt, dass keine Entschädigung gewährt wird.
In ihrer Stellungnahme wies die Verwaltung darauf hin, dass es sich bei der Bildung eines Seniorenbeirats um eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde handelt, während beispielsweise die Ausstattung der Feuerwehr eine Pflichtaufgabe ist. Darüber hinaus werde dem Beirat ein jährliches Budget für Fahrt- und Materialkosten sowie weitere Ausgaben zur Verfügung gestellt.
„Wir haben sehr viele Leute, die ehrenamtlich tätig sind. Wenn wir jetzt welche rauspicken und sie bezahlen, machen wir ein Fass auf, das wir nicht mehr zahlen können”, äußerte sich GfB-Rat Norbert Hauer. Klaus Göttler (BOB) sprach gar von einem „Faustschlag ins Gesicht” für andere, die jahrzehntelang ehrenamtlich tätig gewesen seien und dafür kein Geld bekommen hätten. Einstimmig wurde beschlossen, auch künftig kein Sitzungsgeld zu zahlen.
Ebenfalls ohne Gegenstimme abgelehnt wurde der Vorschlag, eine über das Sozialministerium geförderte Person für das Quartiersmanagement einzustellen. Quartiersmanager und -managerinnen entwickeln seniorenpolitische Gesamtkonzepte, die sich beispielsweise mit dem Schaffen von barrierefreiem Wohnraum und sozialen Angeboten beschäftigen. Sie fungieren als Anlaufstelle für ältere Bürgerinnen und Bürger und treiben die Vernetzung von Einrichtungen sowie Diensten voran. Im Landkreis Ansbach wird unter anderem in Sachsen eine Quartiersmanagerin beschäftigt.
Geschäftsleiter Alexander Barnowski wies darauf hin, dass die Förderung – 80.000 Euro, verteilt auf vier Jahre – auf eben diese vier Jahre befristet sei. Die Gemeinde würde sich aber verpflichten, die Stelle längerfristig zu halten und müsste die Kosten für das Quartiersmanagement dann komplett selbst tragen.
Von Seiten des Gremiums wurde kein Bedarf dafür gesehen, da in Burgoberbach bereits vielfältige Angebote für Ältere sowie Strukturen des altersgerechten Wohnens etabliert sind. Allerdings äußerte Silke Heidenreich (GfB) die Ansicht, dass es derzeit kein „richtiges Konzept” für Senioren gebe. Sie hoffe, dass eine Ablehnung des Vorschlags nicht das Ende der Seniorenarbeit in der Gemeinde bedeute. Diesbezügliche Bedenken hatten die anderen Ratsmitglieder aber nicht.