CSU-Fachgruppe widmet sich in Feuchtwangen der Rolle der Frau | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 15.07.2025 20:10

CSU-Fachgruppe widmet sich in Feuchtwangen der Rolle der Frau

Diskutierten nach der Aufführung von „Stolz und Vorurteil” im Kreuzgang mit Gästen vom Evangelischen Arbeitskreis der CSU über die Rolle der Frau (von links): Herbert Lindörfer (vorne), Johannes Kaetzler, Dr. Maria Wüstenhagen, Gisela Bornowski, Viviane Ebert, Meike Pintaske und Ulrich Westermann. (Foto: CSU-Ortsverband Feuchtwangen)
Diskutierten nach der Aufführung von „Stolz und Vorurteil” im Kreuzgang mit Gästen vom Evangelischen Arbeitskreis der CSU über die Rolle der Frau (von links): Herbert Lindörfer (vorne), Johannes Kaetzler, Dr. Maria Wüstenhagen, Gisela Bornowski, Viviane Ebert, Meike Pintaske und Ulrich Westermann. (Foto: CSU-Ortsverband Feuchtwangen)
Diskutierten nach der Aufführung von „Stolz und Vorurteil” im Kreuzgang mit Gästen vom Evangelischen Arbeitskreis der CSU über die Rolle der Frau (von links): Herbert Lindörfer (vorne), Johannes Kaetzler, Dr. Maria Wüstenhagen, Gisela Bornowski, Viviane Ebert, Meike Pintaske und Ulrich Westermann. (Foto: CSU-Ortsverband Feuchtwangen)

Eine Aufführung von „Stolz und Vorurteil” im Rahmen der Kreuzgangspiele in Feuchtwangen haben Mitglieder des Evangelischen Arbeitskreises der CSU in Bayern besucht. Ehrengast war Regionalbischöfin Gisela Bornowski, die auch über die Rolle der Frau mitdiskutierte.

Eingangs hatte die stellvertretende Arbeitskreisvorsitzende, Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger, die Gäste zu der vom Vorsitzenden des Kreuzgangspiele-Fördervereins und CSU-Ortsverbandsvorsitzendem Herbert Lindörfer organisierten und moderierten Veranstaltung begrüßt. Danach führte Intendant Johannes Kaetzler vor der Aufführung des auf einem Roman der Autorin Jane Austen beruhende Theaterstück ein.

Regionalbischöfin auf dem Podium

Nach der Vorstellung sei dann die Diskussion im Fränkischen Museum lebhaft und intensiv gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf dem Podium saßen Regionalbischöfin Bornowski, Intendant Kaetzler und Dramaturgin Dr. Maria Wüstenhagen sowie die Schauspielenden Viviane Ebert, Meike Pintaske und Ulrich Westermann.

Neben Fragen zur Dramatisierung, besonderen Schwierigkeiten bei der Inszenierung und dem Einfluss der Verfilmung auf die Umsetzung im Theater wurde am intensivsten über die Rolle der Frau in der Gesellschaft diskutiert. Zwar sei die Situation der Frauen zu Lebzeiten von Jane Austen grundsätzlich eine andere gewesen, meinte Regionalbischöfin Bornowski, erzählte aber zugleich von Schwierigkeiten, mit denen Frauen noch vor nicht allzu langer Zeit als Pfarrerinnen in der Kirche zu kämpfen gehabt hätten: So dürften Frauen erst seit 50 Jahren ordiniert werden und noch bis in die 1990er Jahre hätten männliche Pfarrer ein Veto-Recht gehabt, um zu verhindern, dass eine Frau eine Pfarrstelle bekam.

Gesellschaftlicher Erwartungsdruck

Nach Verknüpfungsmomenten zwischen den historischen Rollen und der Gegenwart gefragt, berichteten die Schauspielerinnen von gesellschaftlichem Erwartungsdruck, dem junge Frauen – so wie die jungen Schwestern im Austen-Roman – auch heute ausgesetzt seien. Die Forderung nach einer Liebesheirat, nach einem in der Partnerwahl selbstbestimmten Leben sowie nach weiblichen Erfolgen sei in Jane Austens Stück nahezu revolutionär gewesen. Derweil könnten Frauen heute ihre Partner zwar selbst wählen, aber in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gebe es nach wie vor vieles, das für Frauen in ihren Lebensentwürfen eine Herausforderung darstelle.

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