Das große Ziel von Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen bei der WM ist das Finale | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 04.11.2025 14:59

Das große Ziel von Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen bei der WM ist das Finale

Hanna Bühlmeyer und Daniel Bühlmeyer bei der Deutschen Meisterschaft. (Foto: Deutscher Schützenbund)
Hanna Bühlmeyer und Daniel Bühlmeyer bei der Deutschen Meisterschaft. (Foto: Deutscher Schützenbund)
Hanna Bühlmeyer und Daniel Bühlmeyer bei der Deutschen Meisterschaft. (Foto: Deutscher Schützenbund)

Mit dem Ziel Finale reist die Sportschützin Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen zur Weltmeisterschaft nach Ägypten.

31 Sportler, 16 Männer und 15 Frauen, schickt der Deutsche Schützenbund zum Jahreshöhepunkt nach Kairo. Zum Gewehrteam zählt auch Daniel Bühlmeyer, der Ehemann von Hanna Bühlmeyer, der mittlerweile ebenfalls am Hesselberg heimisch ist.

Gemeinsam am Schießstand: Hanna und Daniel Bühlmeyer, hier im Mixed bei den Deutschen Meisterschaften 2023. (Foto: Deutscher Schützenbund)
Gemeinsam am Schießstand: Hanna und Daniel Bühlmeyer, hier im Mixed bei den Deutschen Meisterschaften 2023. (Foto: Deutscher Schützenbund)

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Beide haben schon internationale Wettbewerbe bestritten und sind mit 29 Jahren sehr erfahren. Eine Weltmeisterschaft allerdings war noch nicht darunter. „Für mich ist das schon etwas Besonderes”, sagt Hanna Bühlmeyer, die für zwei Luftgewehrwettbewerbe nominiert ist.

Daniel Bühlmeyer hat sich zudem für den Kleinkaliber-Wettkampf qualifiziert. Beide haben schon etliche Deutsche Meistertitel geholt, standen auch gemeinsam im Mixed-Wettbewerb schon ganz oben auf dem Treppchen.

In der Bundesliga läuft es mit München ziemlich gut

In der Luftgewehr-Bundesliga schießen beide für den Bund München und den Ligaergebnissen nach stimmt die Form für die WM. Mit einem Schnitt von 399 Ringen (von maximal 400 möglichen, keine Zehntelwertung in der Liga) steht Hanna Bühlmeyer auf Rang zwei der Einzelrangliste beim Bund, der mit 8:0 Punkten mit an der Tabellenspitze steht. Daniel Bühlmeyer kommt auf einen Schnitt von 397 Ringen in der Liga, hat zuletzt aber ebenfalls optimale 400 Ringe erzielt.

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Serienweise gute Treffer sind auch nötig, um bei der WM gut abzuschneiden. Hier wird auf Zehntel geschossen, der beste Schuss ist eine 10,9. In der Liga ist der beste Treffer eine zehn.

Bei den Olympischen Spielen in Paris benötigten Frauen im Luftgewehrwettbewerb 631 Ringe, um sich für das Finale zu qualifizieren, im Schnitt also eine 10,5 pro Schuss. Der Finaleingang bei den Männern lag mit 629 Ringen etwas darunter.

Eins, zwei, viele: Bei der Einreise in Shanghai wurde sogar die Luftgewehrmunition gezählt.  (Foto: Marco Hilger/DSB)
Eins, zwei, viele: Bei der Einreise in Shanghai wurde sogar die Luftgewehrmunition gezählt.  (Foto: Marco Hilger/DSB)

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Ähnlich stark schätzt Hanna Bühlmeyer nun auch das Feld bei der WM ein. „Ich gehe davon aus, dass man 632 Ringe schießen muss, um überhaupt ins Finale zu kommen und das Finale ist mein Ziel”, sagt sie. Ein nicht unrealistisches Ziel. Bei der Deutschen Meisterschaft erzielte sie in der Qualifikation 633 Ringe. Andererseits: „Im Bereich zwischen 630 und 634 Ringen wird die Luft doch ganz schön dünn, da spielt dann auch die Tagesform eine Rolle”, weiß Hanna Bühlmeyer.

Teilzeitarbeit im Bereich Umweltschutz

Nach dem erfolgreich absolvierten Studium arbeitet sie nun bei einer Behörde in Augsburg im Bereich Umweltschutz. In Teilzeit, auch um genug Zeit für den Sport zu haben.

Neben dem Einzelwettbewerb mit dem Luftgewehr wird sie voraussichtlich auch das Mixed bestreiten, wohl zusammen mit Maximilian Dallinger (Freising). Die Mixed-Wettbewerbe, bei denen Frauen und Männer als Team antreten, wurden vor wenigen Jahren nicht zuletzt auf Druck des Internationales Olympisches Komitees eingeführt mit dem Ziel, die Gleichberechtigung zu fördern.

Der Bundestrainer ist zuversichtlich

Die WM findet vom 7. bis zum 17. November in der Egypt International Olympic City statt, einem riesigen Sportkomplex im Osten der Hauptstadt. Bundestrainer Wolfram Waibel sagt: „Die letzten Wochen stimmen uns unglaublich zuversichtlich, und ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern den Erfolg, den sie sich mit einer sehr fleißigen Arbeit verdient hätten.“


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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