Mit seinem zweiteiligen Frühlingskonzert präsentierte sich das Gymnasium Carolinum am Mittwoch im Onoldiasaal erneut als musikbegeisterte Schule – zunächst am späten Nachmittag mit Darbietungen der Unter- und Mittelstufe, am Abend dann mit einem Programm der Mittel- und Oberstufe.
Beide Programme waren breit angelegt und spiegelten das große Engagement aller Beteiligten. Gefühlt war an diesem Abend die gesamte Schule auf den Beinen. Am Nachmittag zeigten sich, neben Unterstufenband, Hornensemble oder auch dem Vororchester, die beiden Unterstufenchöre der 5. und 6. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Franziska Argmann und Anne Hüttinger.
Mit Franz Schuberts „Hörst du den Vogelsang“ oder „Siyahamba“, einem Traditional aus Südafrika, legten die jungen Sängerinnen und Sänger schwungvoll vor. In die Welt des Rhythmus tauchte das Percussion-Ensemble unter der Leitung von Julius Kraft mit der „Overture for Hans N. Feet“ ein. Die Instrumente: Hände, Füße, Körper. Nicht einfach, unterschiedliche Stimmen zu klatschen, aber toll gemacht.
Bevor eine Pause folgte, beendeten der Mittelstufenchor und Mitglieder des Percussionensembles mit „The Lion Sleeps Tonight“ und afrikanischen Klangimpressionen den ersten Teil des Frühlingskonzertes.
Zwischen den beiden Konzertteilen konnten sich die Besucherinnen und Besucher eine kleine Kunstausstellung der Caro-Kunstklassen im Foyer ansehen. Impressionen zur Kunst der klassischen Moderne.
Auch das Abendkonzert der höheren Jahrgänge konnte mit einer reichen Auswahl an Werken und Ensembles begeistern. Darunter etwa das Blechbläserensemble (Leitung Mark Sirok), das mit Tielman Susatos „La Mourisque“ Bläserglanz in den Saal brachte. Gleich zwei Bands waren zu hören: zunächst „9InLine“ mit „Wonderwall“ der Brit-Popper Oasis, dann die Oberstufenband (Leitung Achim Lauter) unter anderem mit dem ABBA-Hit „Chiquitita“.
Für viel Applaus sorgten auch die Sängerinnen und Sänger des Vokalensembles und des Oberstimmenchores, der mit dem James-Bond-Titelsong „Skyfall“ eine gelungene Interpretation präsentierte, sowie des Kammerchores. Dieser bot, begleitet von einer kleinen Band, „Like a Prayer“ dar. Die Leitung der drei Chöre hatte Franziska Argmann.
Zum Abschluss dann noch einmal ein flotter Umbau für das Große Orchester der Schule: Mit der Carmen-Suite von Georges Bizet oder auch Jacques Offenbachs „Cancan“ sorgte das Orchester mit vollem Klang und durchscheinender Klarheit für ein schwungvolles Finale.
Beide Programmteile spiegelten das große Interesse am gemeinsamen Musizieren und die Bereitschaft, in ganz unterschiedliche Genres einzutauchen. Das zugrundeliegende Konzept, die engagierte Probenvorbereitung aller Beteiligten sowie das aufmerksame Publikum in beiden Teilen des Frühlingskonzertes ließen das umfangreiche Konzert zu einem unterhaltsamen Hörvergnügen werden.