Seit mehr als zehn Jahren richtet die Junge Kunstschule (JUKS) ein Faschingsprojekt für Kinder und Jugendliche aus. In diesem Jahr steht die „Kunstfreih/zeit“ unter dem Motto „Leonardos geniale Welt“. Die Hilterhaus-Stiftung, der Lions Club Ansbach und die Gemeinde St. Gumbertus unterstützen das Projekt maßgeblich.
Drei Tage lang, vom 5. bis 7. März, dreht sich im Kunsthaus Reitbahn 3 alles um Leonardo da Vinci. Kinder und Jugendliche sind zum Basteln, Pinseln und Bauen eingeladen. Leonardo da Vinci, das berühmte Universalgenie, eignet sich aufgrund seiner „grenzenlosen Fantasie“ als Motto, beschreibt Monika Tress. Sie leitet die JUKS. Vier verschiedene Workshops widmen sich den Facetten des Künstlers.
Damit die „Kunstfreih/zeit“ stattfinden kann, ist die JUKS auf Spenden angewiesen. Die Hilterhaus-Stiftung unterstützt mit 2000 Euro. „Das Projekt ist eine ganz tolle Sache“, lobt Friedrich Hilterhaus bei der symbolischen Spendenübergabe im Kunsthaus. Diese bereicherte das Künstlerehepaar Claudia Dölker und Hartmut Scheyhing mit zwei Chansons. Das diesjährige Thema sei eine große Herausforderung und „nur mit Kindern möglich, weil sie so kreativ sind“, führte Hilterhaus aus.
Der Lions Club Ansbach spendete zusätzlich 750 Euro. Die Kirchengemeinde St. Gumbertus stellt den Behringershof mit Küche und Saal zur Verfügung. Die Kosten für das Mittagessen seien ebenfalls nur ein „Symbolpreis“, so Elisabeth Meisel, Vorsitzende des Kulturforums, zu dem die JUKS gehört. Sie bedankte sich bei den Spendern.
Die Verantwortlichen planen diese vier Workshops: Die Ansbacher Künstlerin Sissi Jander nimmt Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren mit in die kreative Welt von da Vinci. Dafür bereitet sie Fantasiereisen vor. Außerdem können die Kinder den Pinsel schwingen. Sie lernen die berühmten Gemälde „Dame mit dem Hermelin“ und „Mona Lisa“ kennen, verrät Sissi Jander.
Raphael Rother nimmt Jugendliche ab zehn Jahren mit in die Welt der Studien und Codices. Die Teilnehmenden erforschen die Camera obscura und binden ihr eigenes Notizbuch. „Das dürfen sie dann selbst bestücken“, sagt Rother, der schon von klein auf Da-Vinci-Fan ist.
Da Vincis Ingenieursgeist trifft im Workshop von Peter Theil auf den Maler. „Wir bauen ein Katapult, mit dem man malen kann“, umreißt Theil das Thema. Mit Schwämmen werden die Kinder bei der Abschlussvernissage ein Kunstwerk auf ein Papier an der Wand bringen. Außerdem bauen sie weitere Maschinen, mit denen sie Kunstwerke gestalten.
Monika Tress führt die Kinder an die wissenschaftlichen Errungenschaften da Vincis heran. Mechanische Roboter, Musikinstrumente und Fluggeräte werden gebaut. Objekte zum Klingen und in Bewegung bringen, ist das Motto. Unterstützt werden die vier von mehreren Helferinnen und Helfern.
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