Weil der Vandalismus am Schulgelände in Leutershausen überhandnimmt, will die Stadt das Areal der Gustav-Weißkopf-Mittelschule nun einzäunen. Gut 30.000 Euro wird das kosten.
„In immer kürzerer Frequenz“ würden Jugendliche ihrer Zerstörungswut frönen, berichtete Bürgermeister Markus Liebich dem Stadtrat. Die vor einiger Zeit installierte Videoüberwachung „hält manche nicht davon ab, über die Stränge zu schlagen“. Was die Kamera, die selbst schon ramponiert wurde, festhalte, sei „nicht besonders schön“, sagte der Rathauschef. Er berichtete von diversen Beschädigungen, „Vermüllung“ und Schmierereien, aber auch von waghalsigen Klettereien auf Dächer.
Auf die Frage, welche Konsequenzen das für die per Video ertappten Täter habe, erklärte Liebich, man habe ein knappes Dutzend Schüler zu einem gemeinsamen Gespräch, an dem auch die Rektorin teilgenommen habe, „einbestellt“ und die Jugendlichen letztmals ermahnt. Von einer Strafanzeige habe man bislang abgesehen, werde beim nächsten Vorfall aber „nicht zögern“.
Schon Ende vergangenen Jahres hatte die Verwaltung Angebote für eine Umzäunung von mehreren Firmen eingeholt. Auf 30.500 Euro brutto belief sich die günstigste Offerte, die der Stadtrat nun einstimmig akzeptierte, nachdem er sich ebenso einmütig für die Einfriedung ausgesprochen hatte.
Der Zaun habe zusätzlich einen positiven Nebeneffekt, hatte Liebich erläutert. Er bewahre am abschüssigen Gelände zur Bahnhofstraße hin künftig vor Abstürzen. Bislang sei der Hang nur provisorisch gesichert. Mehrere Tore sollen gewährleisten, dass man auch künftig während der Schulzeiten von allen Seiten auf das Gelände gelangen kann.