Der Bebauungsplan für den zweiten Abschnitt des Quartiers Gaisfeld IV soll in einigen Punkten noch geändert werden. Im Dinkelsbühler Bauausschuss wurde der aktuelle Sachstand erläutert. Damit soll auch auf Einwendungen der Bürgerschaft reagiert werden, die durch die verdichtete Bebauung eine Beeinträchtigung befürchtet.
Melanie Pfau, stellvertretende Leiterin des Stadtbauamts, und ihr Kollege Jonas Staufinger hatten sich die Pläne nach der öffentlichen Auslegung noch einmal vorgenommen. So soll es jetzt im künftigen Baugebiet mehr öffentliche Parkplätze geben, fehlende Fußwege wurden ergänzt, Reihenhäuser neu ausgerichtet und teilweise an anderer Stelle platziert sowie Baufenster und Baulinien festgesetzt.
Die Festsetzungen seien ziemlich rigoros, so Pfau weiter, die das Gremium auch darum bat, künftig möglichst wenige Befreiungen zu erteilen, „damit das Konzept funktioniert“. Fest vorgegeben wird zum Beispiel die Traufhöhe, möglich sind aber diverse Dachformen.
In der Diskussion ging es vor allem um die Grünflächen. In der vom Bauamt erarbeiteten Fassung gibt es mehr davon. Stadtrat Holger Göttler (Freie Wähler Dinkelsbühl) bedauerte in diesem Zusammenhang, dass ein bereits vorhandenes, begrüntes Areal im bereits bestehenden Gaisfeld jetzt bebaut werden soll. Er bezeichnete solche Flächen als „enorm wichtig“, nachdem der soziale Bereich im Gaisfeld durch die verdichtete Bauweise ohnehin schon reduziert sei. Deshalb regte er eine weitere Freifläche an.
Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer betonte ebenfalls die soziale Bedeutung solcher Treffpunkte. Eingangs nannte er das Nachjustieren der Planung zwar juristisch nicht notwendig, meinte aber, es sei zur „Konfliktvermeidung“ sinnvoll.
Jetzt soll das mit dem Bebauungsplanverfahren beauftragte Ingenieurbüro die vom Stadtbauamt entwickelten Änderungen einarbeiten. Am Stadtrat ist es dann, darüber zu beschließen.
Der zweite Bauabschnitt des Gaisfelds IV wurde von Anfang an kontrovers diskutiert. Im Zentrum stand dabei die Dimensionierung des Areals. Die Planungen hatte auch der Bund Naturschutz (BN) wiederholt kritisiert. Nach dessen Ansicht reicht die anvisierte Bebauung zu nahe an das Naturschutzgebiet „Walk- und Gaisweiher“.